Bluttat: Mehrere Menschen in Finnland niedergestochen

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Die Besten Realschuler sind (vorne, v. l.) Lukas Fischer, Julia Aigner, Maria Gruber, Elisabeth Maier, Alina Damm und Leonhard Weber. Es gratulierten (hinten, v. l.) Landrat Martin Bayerstorfer, Josef Schmid (VR-Bank), Bürgermeister Franz Hofstetter und Rektor Josef Hanslmeier. 

Realschule TaufKirchen

Bayerstorfer: Anpacken mit Herz und Leidenschaft

„Jetzt haben sie es tatsächlich geschafft.“ So hat Landrat Martin Bayerstorfer den 145 Absolventen der sechs 10. Klassen der Realschule Taufkirchen zu ihrer Mittleren Reife gratuliert.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Zwei von ihnen, Maria Gruber und Elisabeth Maier, haben sogar mit 1,09 ihren Abschluss gemeistert. Für Bayerstorfer ein Indiz, dass es ein „hervorragender Jahrgang“ gewesen sei.

„Egal ob Ausbildung oder weiterführende Schule, alles was sie künftig anpacken, sollten sie mit Herz und Leidenschaft machen“, riet der Landrat den Schülerinnen und Schülern in der festlich geschmückten Turnhalle bei der Entlassfeier. Die nächste Zeit sollten sie aber erst einmal das Feiern in den Vordergrund stellen und dies nicht auf den heutigen Abend beschränken, meinte Bayerstorfer, und erntete damit Begeisterung bei den Absolventen. „Ich wünsche ihnen viel Spaß und Freude im Leben“, erklärte der Landrat, und forderte zugleich auf, Verantwortung zu übernehmen, sich zu engagieren und zu interessieren, politisch, im Ehrenamt oder im Verein. „Eine gute Zukunft haben wir alle nur, wenn unser Gesellschaftssystem aktiv bleibt. „Ich bin der festen Überzeugung, dass sie dazu Talent haben.“

Auch Bürgermeister Franz Hofstetter schlug bei seinem Grußwort in die selbe Kerbe. „Was ihr heute schwarz auf weiß überreicht bekommen habt, darauf könnt ihr mächtig stolz sein.“ Sie alle seien gut gerüstet für ihr weiteres Leben, meinte er und er forderte sie auf, sich einzubringen in der Gesellschaft, gerade in der heutigen Zeit. „Ihr werdet in die Welt hinaus kommen und feststellen, dass es nicht überall so gut ist wie bei uns.“ Hofstetter dankte der Schule, unter anderem für das Projekt Inklusion, bei dem Schüler untersuchten, wie barrierefrei Taufkirchen ist. Denn nicht nur Wissen, auch soziale Kompetenz sei ihnen in der Realschule beigebracht worden.

„Fifa 17 wurde gar nicht abgefragt“, stellte Elternbeiratsvorsitzende Martina van Baarsen fest, als sie daran erinnerte, wie die Eltern in den vergangenen Monaten ihre Kinder immer wieder zum Lernen ermahnten. „Mama, chill mal dein Leben. Ich schaff das schon“, habe sie zu hören bekommen. „Sie haben es alle geschafft, darauf können wir megastolz sein“, fand sie.

Auch die beiden Schülersprecher meldeten sich zu Wort. Lilly Zeller und Felix Reinhold erzählten von Klassen- und Studienfahrten, die alle zusammen geschweißt hätten. Mit viel Schweiß hätten sie auch ihre Prüfungen geschafft, sich von unsicheren Fünfklasslern durch Unterricht, Lehrer, Schulleben und Eltern zu „eigenständigen Persönlichkeiten entwickelt“. Vielsagend fügte Zeller noch an: „Wir haben eine andere Rede geplant gehabt, die wurde aber zensiert.“ Warum erfuhren die Anwesenden nicht.

Rektor Josef Hanslmeier verglich das Leben mit einem Schauspiel, in dem jeder der Absolventen nun eine neue Rolle übernehmen müsse. Das Entscheidende sei, „dass ihr sie selbst ausfüllt und gestaltet, ihr euren Stempel aufsetzt. Spielt eine verantwortliche Rolle am Arbeitsplatz, in der Familie und in der Gesellschaft.“ Zugleich mahnte er davor, dies nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch für das Gemeinwohl und zum Schutz des Lebensraums zu tun.

Zusammen mit den Klassleitern überreichte Hanslmeier allen Schülern ihre Zeugnisse. Die Jahrgangsbesten zu ehren, oblag dem Landrat. Nach den „zwei Spitzenplätzen“ von Maria Gruber und Elisabeth Maier folgten Alina Damm und Julia Eigner mit jeweils 1,36, Lukas Fischer mit 1,45 und Leonhard Weber mit 1,5. Insgesamt waren es 33 Schüler die einen Schnitt bis 2,0 schafften.

Musikalisch und tänzerisch umrahmt wurde die Abschlussfeier von der Bigband, dem Schüler- und dem Lehrerchor, der Shanju Band und dem Orchester, die unterschiedlichste Stücke, sogar einen Stepptanz vortrugen. Moderiert wurde der Abend von den Neuntklässlerinnen Lucia Obermauer und Linda Wägner. Am Tag darauf wurde dann in Vilsbiburg bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanz, wie es ihnen der Landrat empfohlen hatte.

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