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Den Spatenstich für die neue Rettungswache setzten (v.l.): Vizelandrat Jakob Schwimmer, Erdings Oberbürgermeister Max Gotz, BRK-Kreisvorsitzender Franz Hofstetter, BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden, Wachleiter Jürgen Götzel, Rettungsdienstleiter Christian Caspari, Alexandra Schuhbauer (Sparkasse) sowie von Haas Fertigbau Geschäftsführer Xaver Haas, Johann Wimmer und Hubert Brummer.

Spatenstich Rettungswache Taufkirchen

Bei Nachbarn ist BRK nicht willkommen

Mit einem Spatenstich wurde gestern der Startschuss für das BRK-Haus mit Rettungswache in Taufkirchen gesetzt. Das Projekt ist bei Nachbarn nicht unumstritten.

Von Hermann Weingartner

Taufkirchen – Seit Anfang 2015 war die Rettungswache in Taufkirchen im Container bei Feuerwehr untergebracht. Im Oktober 2016 hatte der BRK-Vorstand das Neubauprojekt beschlossen, im August folgte die Baugenehmigung. Jetzt wurden die Baumaßnahmen auf dem Areal an der B 388-Ortsausfahrt / Einfahrt Fichtenstraße gestartet. Das Haus kostet rund 900 000 Euro, der Bezug ist für April 2018 geplant.

Der Spatenstich sei ein „wichtiger Schritt“, über dessen Freude sich ein „kleiner Schatten“ gelegt habe, sagte BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. Das BRK sei „an diesem Standort von einigen, wenigen Menschen nicht willkommen. Uns wird das Leben zur Zeit schon recht schwer gemacht“. Von diesen Disharmonien werde man sich aber nicht irritieren lassen. Ziel der BRK-Rettungskräfte sei nur eines: „Menschen zu helfen, einfach für die Menschen dazu sein.“ Die BRK-Geschäftsführerin berichtete über viele negativen eMails. Und dann habe sie jetzt noch gehört, dass sich Arbeiter auf der Baustelle von Anwohnern unter Druck gesetzt fühlten. „Da verstehe ich die Welt gar nicht mehr“, betonte van der Heijden, „denn die Arbeiter können ja gar nichts dafür“. Den Standort hält van der Heijden für richtig und wünschte sich, „dass sich die Wogen glätten und die Arbeit nicht blockiert wird“.

Der BRK-Kreisvorsitzende, Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter erinnerte, ein Gutachten habe für den Raum Taufkirchen bei den Hilfsfristen erhebliche Defizite festgestellt. Das habe letztlich zu dem neuen Standort Taufkirchen geführt. Hofstetters Vorgänger als BRK-Kreisvorsitzender, Erdings Oberbürgermeister Max Gotz, sprach von einem „Gebäude mit Maß und Ziel“. Mit Blick auf das Nachbarumfeld werde man sehen, dass die Rettungswache für die Region gebraucht werde. Auch Vizelandrat Jakob Schwimmer meinte: „Ende gut alles gut.“ Das Projekt „trägt zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung bei“.

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