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Bewegung hält jung: Mehr als 35 Paare fanden sich beim Volkstanzabend im Boma-Holz ein.

40. Gebensbacher Waldfest

Beim Doppel-Jubiläum geht’s rund im Boma-Holz

Doppelten Grund zum Feiern hatten d’Vilstaler Gebensbach und die zahlreichen Gäste, die bis von Salzburg ins Boma-Hoiz bei Gebensbach gekommen waren.

Gebensbach Im Rahmen des 40. Waldfestes des Vollkstracht-Erhaltungs-Vereins fand dort nämlich zum 30. Mal der Volkstanz statt.

Die Janker blieben an und die Loferl erfüllten ihren Zweck. Auch wenn der befürchtete Regen ausblieb, so sanken die Temperaturen doch empfindlich, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Mehr als 70 Volkstanzbegeisterte füllten den Tanzboden, wogen und drehten sich zu den Stücken, die die Freisinger Tanzlmusi aufspielte.

Organisiert wurde der Tanzabend in dem außergewöhnlichen Ambiente nach langer Zeit wieder vom Ehrenvorsitzenden Jakob Mooshofer. Er hatte vor 30 Jahren den Volkstanz ins Leben gerufen. Viele Jahre hatte zuletzt Monika Attenhauser diese Aufgabe, dafür wurde sie vom Verein geehrt.

Anders als es die Bezeichnung Volkstanz vermuten lässt, sind die Schrittfolgen zu einigen Tänzen alles andere als einfach. Dafür waren Rita und Anton Fleidl als Vortänzer engagiert worden. Beide sind Mitglieder des Trachtenvereins Edelweiß Mühldorf und können eine fast 35-jährige Volkstanzerfahrung vorweisen. Ihr Repertoire geht auf die Arbeit des Volkstanzforschers Georg von Kaufmann zurück, der in der Mitte des letzten Jahrhunderts alles zu diesem Thema sammelte, niederschrieb und illustrierte.

Das Tanzprogramm des Waldfestes umfasste nicht nur schnell, eingängige Boarische, Polkas und Walzer. Auch drei schwierige österreichische Tänze wurden zu später Stunde aufgeführt. Mit Gruppentänzen wie der Topporzer Kreuzpolka, Tänzen mit Partnerwechseln wie die Sternpolka oder Dreiertänzen, bei denen zwei Madl mit einem Buam tanzen, wurde der Abend auf der Tanzbühne abwechslungsreich.

Unter den Tanzpaaren fanden sich auch der 79-jährige Helmuth Tomasi mit seiner 76-jährigen Frau Hilde aus Salzburg ein. Deren Hobby ist es, solchen Tanzveranstaltungen hinterherzureisen. Schon 15 Mal waren sie beim Volkstanz der Vilstaler Gebensbach aktiv mit dabei. Den Schluss des beschwingten Abends machte das miteinander gesungene Lied „Fein sein, beinander bleiben“.

Am Sonntag war das Wetter dann weitaus schöner. Ein Gottesdienst, Auftritte der Gebensbacher Trachtenjugend und Stimmungsmusik mit der Band „Echt fetzig Boarisch“ standen auf dem Programm.

Fabian Holzner

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