+
Blick in den Sudkessel: Die Besucher konnten sehen, wo das Taufkirchener Bier gebraut wird. 

Tag der Offenen Tür

Blick hinter die Kulissen der Taufkirchener Brauerei

Kino auf dem Malzboden, Gläserpflege und Bierverkostung waren nur drei Programmpunkte, die es auf elf Stationen beim Tag der offenen Tür der Brauerei Taufkirchen zu entdecken gab.

Taufkirchen – Bestens besucht war die Veranstaltung auf dem Brauereigelände am vergangenen Sonntag, die den vielen Gästen einen guten Einblick hinter die Kulissen und in die Produktion der Getränke der Guts- und Genossenschaftsbrauerei gab.

Alle Mitarbeiter, Aushilfen sowie Genossen waren im Einsatz, bestens gelaunt standen sie allen gerne Rede und Antwort. Man merkte ihnen an, dass sie stolz auf den Betrieb sind und gerne hier arbeiten. Vorstandsvorsitzender Valentin Vorbuchner führte beispielsweise vor, wie man ein Bierfass fachmännisch mit drei gezielten Schlägen anzapft, gleich daneben erklärte Bierfahrer Gerhard Heimerl, woran man ein sauberes Glas erkennt. Denn „wenn sich an der Glasinnenseite Blasen bilden, wenn ein Getränk eingefüllt wird, ist es nicht sauber“, sagte er. Auch einen Kalkrand werde man nicht mehr wegbringen. Wie ein Glas anständig gewaschen wird, zeigte deshalb Josef Lechner. Die Taufkirchener Hobbybrauer hatten ihre Versuchsanlage im Sudhaus aufgestellt und freuten sich über großes Interesse. Gerne erklärten diese Bierkünstler, wie man Bier auch im Kleinen herstellen kann.

Was die großen Brauer zu erzählen hatten, erfuhren die Besucher im Speicher des alten Malzhauses. Hier lief ein Film, bei dem so mancher Experte aus dem Nähkästchen plauderte. Die alten Gerätschaften, Aufzüge und die uralten Holzbalken mit Kreide-Inschriften waren für viele mindestens genauso interessant, wie die großen Sudkessel. Braumeister Tom Drechsel war in der Füllerei beschäftigt. Vor allem die männlichen Besucher, auch der erst zweieinhalbjährige Michi aus Moosen, zeigten sich sehr Technik begeistert. Der Lärm, der hier herrscht, störte sie nicht die Bohne.

Festwirt Franz Jell, auch ein alter Genosse, erklärte im Lager, in dem sich die Getränke türmen, Wissenswertes über den Ausstoß der Brauerei. Für alle, die aufgepasst hatten, gab es ein Gewinnspiel, bei dem Fragen rund um die Brauerei und das Brauwesen abgefragt wurden. Auch die Geschmacksnerven waren gefragt. Denn an einem Stand durften die Besucher zwei Biere kosten, um zu erschmecken, welches Gebräu aus der Taufkirchener Werkstätte stammt.

Wie schick ein Einsatzfahrzeug des Braumeisters sein kann, zeigte der rote Volvo S1800-Schlitten, Baujahr 1965, der gleich neben dem renovierten Backsteingebäude stand. Für Kinder gab es ebenfalls volles Programm, hüpfen, schminken und den Lukas schlagen, war im Angebot. Souvenierjäger konnten sich noch mit Jubiläumskrügen in limitierter Auflage und der neuen Chronik eindecken. Und im Festzelt gab es Schmackhaftes, Süffiges und Süßes. Auch die Mädels der Dirndlschaft Holzland waren im Einsatz. Sie begrüßten die Gäste an den beiden Eingängen und verteilten Programmflyer. Schön war auch das überraschende Wiedersehen zwischen alten Braumeistern.

Drei Tage lang wurde das 100-jährige Jubiläum der Genossenschaft und 375 Jahre Braukunst in Taufkirchen gefeiert. Ein Fest, das bestens organisiert und einfallsreich war, allen Beteiligten gefiel und bei dem familiäre Stimmung herrschte. Wie sehr sich die Mitarbeiter, die Genossen und die Taufkirchen mit ihrer Brauerei verbunden fühlen, wurde bei dieser Feier mehr als deutlich. Braumeister Tom Drechsel, Vertriebsleiter Rudi Maly und Vorstandsvorsitzender Vale Vorbuchner waren sehr zufrieden. „Es ist gut gelaufen. Wir kriegen gute Rückmeldungen und den Leuten hat es Spaß gemacht.“ Birgit Lang

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stadtpark: Sanierung beginnt
Schweres Gerät in Erdings grüner Lunge: Diese Woche haben die Arbeiten für den zweiten Sanierungsabschnitt des Erdinger Stadtparks begonnen
Stadtpark: Sanierung beginnt
B388: Betrunkener flüchtet nach Unfall
Ein völlig betrunkener Autofahrer hat am Donnerstagabend auf der B 388 einen Unfall verursacht und sich danach aus dem Staub gemacht. Die Polizei schnappte den Mann noch …
B388: Betrunkener flüchtet nach Unfall
Wahlbenachrichtigungen verschwunden: Das müssen Sie beachten
Zahlreiche Erdinger haben ihre Wahlbenachrichtigung verspätet oder gar nicht erhalten. Dennoch muss keiner um sein Wahlrecht fürchten. Dafür sorgt die Stadt Erding.
Wahlbenachrichtigungen verschwunden: Das müssen Sie beachten
Anbau wäre die kostengünstigste Lösung
Einigkeit, ob das ausgelagerte Schulhaus in Eichenried auch in Zukunft bestehen soll, herrscht unter den Gemeinderäten von Moosinning noch immer nicht. Sie nähern sich …
Anbau wäre die kostengünstigste Lösung

Kommentare