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Helfer und Unterstützer: Vorsitzende Sosa Balderanou-Menexes (vorne, 4. v. r.) sowie ihre Vorstandskolleginnen (vorne, ab 2. v. l.) Katharina Mergentha ler, Birgit Schöfberger und Alison Davies dankten den Sponsoren, die den Kauf eines Autos und des Pferdeanhängers ermöglicht haben.

Verein für Therapeutisches Reiten

Blick zurück und ein großes Dankeschön

Sosa Balderano-Menexes hatte eingeladen. Viele Besucher folgten dem Aufruf der Vereinsvorsitzenden und kamen zum ersten Tag der offenen Tür des Taufkirchener Vereins für therapeutisches Reiten. Und die Sponsoren konnten sich davon überzeugen, wie gut ihr Geld angelegt ist.

Taufkirchen Vorsitzende Sosa Balderanou-Menexes wollte zusammen mit dem restlichen Vorstand und weiteren Mitstreitern Interessierten einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Deshalb richtete der Taufkirchener Verein für therapeutisches Reiten erstmals einen Tag der offenen Tür in der Reithalle in Hilpolding aus. aus. Zugleich wollte sie Danke sagen an alle Sponsoren, die den laufenden Betrieb und vor allem den Kauf eines gebrauchten Autos und eines neuen Pferdeanhängers ermöglicht haben.

Vor 22 Jahren wurde der Verein von Barbara und Albrecht Wetzel gegründet. Im Februar 2016 seien die beiden in Ruhestand gegangen, erzählte die SPD-Gemeinderätin bei der Begrüßung. Schriftführerin Birgit Schöfberger hatte deshalb Balderanou-Menexes angeschrieben, mit der Bitte, den Verein zu übernehmen. „Sie meinte, ich wäre es, ich könnte es. Das mag schon sein, dachte ich, aber ich habe keine Ahnung von Pferden“, schilderte die Griechin ihr erste Reaktion. Als dann aber Bürgermeister Franz Hofstetter bei ihr mit derselben Bitte anrief, sagte er zu ihr: „Du brauchst keine Ahnung von Pferden zu haben, du sollst den Verein führen, organisieren und managen können, Sponsoren eintreiben und den Verein zusammenhalten.“

Also sei sie in die Reithalle gefahren, um sich alles anzuschauen. „Als ich gesehen habe, wie Kinder vom Rollstuhl auf das Pferd gesetzt wurden, damit die Therapie stattfinden kann, dachte ich mir, wenn ich es nicht tue, habe ich ein schlechtes Gewissen“, erzählte sie. Also übernahm sie das Amt. „Ich bin Franz Hofstetter total dankbar, dass er auf mich eingeredet hat, wie auf eine kranke Kuh. Ich bin froh und dankbar, denn es ist einfach eine gute Sache“, meinte sie nach mittlerweile 19 Monaten Amtszeit.

Kurz nachdem sie ihr Amt aufgenommen hatte, ging das Vereinsauto kaputt, das jahrelang die Firma Schöfberger für die Therapie zur Verfügung gestellt hatte, erzählte Balderanou-Menexes weiter. Dann traf sie eine Mitarbeiterin des Erdinger/Dorfener Anzeigers, die sie auf die Aktion „Licht in die Herzen“ hinwies. „Nur durch euch war es möglich, dass wir uns ein gebrauchtes Auto kaufen konnten“, betonte sie in Richtung der Vertreter der Heimatzeitung. Ein paar Monate später ging dann der Pferdeanhänger kaputt. „Aufgeben war noch nie meine Devise“, beteuerte sie. Also schrieb die Vorsitzende ihre vielen Bekannten an und versuchte neue Kontakte aufzutun. Dank ihres „Durchsetzungsvermögens“ war sie auch hier erfolgreich, und es konnte ein Anhänger besorgt werden.

„Mit Spenden allein ist es nicht abgetan. Wir wollen den Sponsoren auch zeigen, wo ihr Geld hingekommen ist“, sagte sie und dankte allen namentlich. Die Anwesenden lauschten ihren Worten und ließen sich nach dem offiziellen Pressefoto von Therapeutin Simone Willems und Pferdeführerin Ilka Blasig noch die Hippotherapie vorführen und erklären.

Auch gespendet wurde an diesem Nachmittag noch kräftig (300 Euro). Außerdem wurden 27 Pferdekalender pro Stück für zehn Euro verkauft, sodass insgesamt 570 Euro eingenommen werden konnten. Die Unterstützung des Vereins mit seinen 53 Mitgliedern sei auch weiterhin erwünscht und wichtig, betonte Balderanou-Menexes. Denn von offizieller Seite gebe es keine Gelder für das therapeutische Reiten.

Birgit Lang

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