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Wollen in den Taufkirchener Gemeinderat (stehend, v. l.): Michael Lanzinger, Werner Hermannskirchner, Robert Berger, Josef Kalter, Hans Dengl, Wolfgang Reindl, Holger Müller, Hans Lechner, Andreas Glasl, Hubert Drexler, Valentin Bitzer jun., (sitzend, v. l.) Christine Zeilbeck, Heidi Böhm, Bürgermeisterkandidat Korbinian Empl, Elisabeth Hermannskirchner, Valentin Bitzer sen., Christian Aigner, Harald Kobeck sowie (nicht auf dem Foto) Thomas Götzberger, Sebastian Vaas, Adelheid Hoffmann, Robert Hargaßer, Florian Hauer, Christina Baumgartner und Klaus Aigner. 

Kommunalwahl 2020

Taufkirchen: Korbinian Empl (FW) wirft seinen Hut in den Ring

Die Freien Wähler (FW) Taufkirchen sind sich einig: Ihr Kandidat für das Bürgermeisteramt ist Korbinian Empl.

Taufkirchen Die Freien Wähler (FW) Taufkirchen sind sich einig: Ihr Kandidat für das Bürgermeisteramt ist Korbinian Empl. Bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Hopf in Kienraching erhielt er alle 16 Stimmen der wahlberechtigten Mitglieder. Damit ist der 54-jährige Landwirt aus Emling der vierte Anwärter in der Gemeinde, der auf den Chefsessel im Rathaus will.

Der vierfache Familienvater Empl ist seit 2008 Gemeinderat und sitzt seither auch im Kreistag. Große Bedeutung in seiner Vorstellungsrede kam den über 60 Vereinen zu, den „Lebensadern der Gemeinde“, wie er es formulierte. Diese gestalteten das soziale und angenehme Leben in Taufkirchen. Genauso wichtig seien Betriebe, Gewerbe, Firmen und Landwirtschaft. „Sie sichern Arbeitsplätze und das Einkommen der Gemeinde, womit man wiederum Vereine fördern kann“, betonte Empl.

Kommunalwahl 2020: Thema Energiewende 

Mitgestaltung forderte er bei der Energiewende, die vorhandenen Ressourcen innerhalb der Gemeinde müssten genutzt werden. So schlug er Fotovoltaikanlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude vor und mahnte: „Die Energiewende schaffen wir nicht, indem wir darüber reden. Wir müssen aktiv werden“. Ein weiteres Anliegen ist Empl eine Änderung der Gemeindesatzung. Mit fast 10 500 Einwohnern brauche Taufkirchen unbedingt einen dritten Bürgermeister – auch, um bei Besuchen, Feiern oder Jubiläen „mehr als eine Viertelstunde Wertschätzung“ aufbringen zu können.

Mut forderte er im Straßenbau. „Erneuerung statt nur flicken“ wäre oft die bessere Lösung, sagte Empl. Generell sei es sein Ziel als Bürgermeisterkandidat, eine „generationenübergreifende Gemeindepolitik“ zu machen. Bereits bestehende beste Beispiele seien das Mehrgenerationenhaus und der Sozialkreis. Das Projekt „Lehrschwimmbecken für das Waldbad“ habe auch er im Auge. Dabei ging sein Dank an den anwesenden FW-Kollegen und Gemeinderatsbewerber Harald Kobeck, der treibende Kraft beim Erhalt und Umbau des Freibads gewesen sei.

Empl kein Fan des Schlosskaufs

Empl blickte auch zurück. Die Planungen zum Neubau der Grund- und Mittelschule „haben uns viel Nerven gekostet“. Er rechne damit, dass die Umsetzung „einige Millionen mehr als geschätzt“ verschlingen werde. „Aber die Schüler sind und bleiben uns wichtig“, wägte er ab. Offen bekannte er, dass er nie ein Befürworter beim Kauf des Wasserschlosses war. „Aber ich bin soviel Demokrat, dass ich die Mehrheitsentscheidung akzeptiere, nun müssen wir das Schloss finanziell tragbar bewirtschaften.“

Mit dem Anliegen und der Aufforderung, durch eine entsprechende Nutzung den Marktplatz nicht aussterben zu lassen, schloss Empl seine Ansprache.

Unkompliziert war zuvor die Abstimmung über die Liste der Gemeinderatskandidaten unter der Leitung von Ullrich Gaigl verlaufen, Kreisvorsitzender der FW und Bürgermeister von St. Wolfgang. 24 Bewerber waren in abgestimmter Reihenfolge gesetzt. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Die Kandidaten

1. Korbinian Empl, 2. Valentin Bitzer, 3. Christian Aigner, 4. Thomas Götzberger, 5. Sebastian Vaas, 6. Heidi Böhm, 7. Holger Müller, 8. Andreas Glasl, 9. Harald Kobeck, 10. Adelheid Hoffmann, 11. Robert Berger, 12. Josef Kalter, 13. Werner Hermannskirchner, 14. Michael Lanzinger, 15. Robert Hargaßer, 16. Florian Hauer, 17. Valentin Bitzer jun., 18. Wolfgang Reindl, 19. Elisabeth Hermannskirchner, 20. Christina Baumgartner, 21. Johann Dengl, 22. Christine Zeilbeck, 23. Johann Lechner, 24. Klaus Aigner.

Ersatz: Hubert Drexler.

Fabian Holzner

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