Froh über den Besuch des Dreikönigs-Duos: eine Mutter mit ihren Kindern an der Föhrenstraße in Moosen.
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Froh über den Besuch des Dreikönigs-Duos: eine Mutter mit ihren Kindern an der Föhrenstraße in Moosen.

Sternsinger-Aktion

Das Taufkirchener Dreikönigs-Duo kam mit dem Auto

Pater Pawel und Roswitha Schäffner sammeln kontaktlos im Pfarrverband Taufkirchen 9000 Euro für die Sternsinger-Aktion.

Taufkirchen – „Die Sternsinger sind da. Wir bringen den Dreikönigssegen“, erschallte es die vergangenen Tage im gesamten Pfarrverband Taufkirchen. Da die Sternsinger coronabedingt nicht von Haus zu Haus gehen konnten, um ihren Segen zu geben und Spenden für Hilfsprojekte zu sammeln, hatten sich Pater Pawel Kruczek und Pfarrverbandsratsvorsitzende Roswitha Schäffner eine Alternative einfallen lassen. In einem mit Sternsinger-Logos beklebten Auto machten sie sich auf den Weg.

Am Steuer saß Pater Pawel, vorschriftsgemäß mit Maske. Aus einem Lautsprecher schallten Sternsingerlieder und Ansagen – vorgetragen von Schäffner, die, ebenfalls mit Maske, auf dem Rücksitz saß. So machte sich das Dreikönigs-Duo bei der Fahrt durch die Pfarreien Hofkirchen, Moosen, Taufkirchen und Wambach bemerkbar.

Aus dem Kofferraum verteilten die beiden ihre Dreikönigsgaben, unter anderem in kleine Fläschchen gefülltes Dreikönigswasser. Die Gläubigen, die zum Auto kamen, konnten sich mit einer Gabe in einer Spendenbox revanchieren. So kamen rund 9000 Euro zusammen, die Menschen in der Ukraine zugute kommen werden. Auch Süßes konnten die Menschen ablegen, es konnte in Originalpackung in einen Korb gelegt werden. „Das bekommen die Ministranten und die Bewohner von Pflegeeinrichtungen, wie dem Taufkirchener Seniorenzentrum und Algasing“, verriet der Seelsorger. Er zeigte sich zufrieden mit der Resonanz seiner Pfarreimitglieder.

Mit Lautsprecher und offener Heckklappe fuhr Pater Pawel das Auto durch den ganzen Pfarrverband.

Bei den Treffen an der offenen Kofferraumklappe wurde stets auf genügend Abstand geachtet. „Den Segen müsst ihr heuer selber an die Eingangstür schreiben. In dem Jahr ist alles ein bisschen anders“, erklärte Schäffner ihren Besuchern. Die nötige Kreide hatten die Beiden auch mitgebracht. Sie wurde den Leuten in einem Tütchen mit Kohle und Weihrauch mitgegeben. Die Pfarrverbandsvorsitzende betonte: „Uns war es wichtig, dass alles kontaktlos abläuft, damit wir niemanden gefährden.“

Eine Spazierfahrt war es für die Kruczek und Schäffner nicht. Denn stundenlang bei geöffnetem Kofferraum zu fahren, kühlt den Körper ganz schön aus. Dennoch überwog die Freude, weil sich die Menschen über das Sternsingermobil sehr freuten.

Auch Hilde Empl fand es gut: „Für diese Zeit haben sie eine ganz gute Idee gehabt. Zu manchen Stellen sind sie sogar zweimal gekommen. Da muss man sie schon bewundern. Es hilft ja nix, wenn es weitergehen soll, müssen wir Ideen haben“, sagte die 83-jährige Moosenerin. Nur einigen Anwohnern ging es zu schnell. Bevor sie merkten, dass das Sternsingermobil bei ihnen in der Straße war, war es schon weitergefahren. „Es blieb keine Straße und kein Hof, den wir nicht besuchten. Wir wurden überall mit offenem Herzen empfangen“, so der Pater. „Wir sind insgesamt 420 Kilometer gefahren“, erzählt der Pfarradministrator.

Birgit Lang

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