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Faschingsumzug 2019

Derbleckt, was das Zeug hält

Mehr als 8000 Zuschauer haben am Nachmittag die Straßen im Ortskern von Taufkirchen gesäumt. Sie alle wollten den großen Faschingsumzug mit über 50 Wägen und Fußgruppen und über 1700  Mitwirkenden sehen.

Von Henry Dinger

Taufkirchen – Doch die ersten beiden Faschingswagen wurden ungläubig beäugt. Es waren zwei Autos, die auf der Suche nach einem Ausgang durch die Menschenmassen irrten. Die Fahrer waren entweder im Ortskern von der Vollsperrung überrascht worden oder hatten geglaubt, dass Sperrscheiben und Umleitungsschilder nicht ernst gemeint waren.

Kurz nach 14 Uhr startete dann aber der spektakuläre Umzug, an dem Vereine, Firmen und Einrichtungen mit liebevoll geschmückten Wagen mitwirkten. Dass die Themen der Wagen natürlich so aktuell wie möglich gehalten waren, versteht sich von selbst. Schließlich ist Fasching, da wird derbleckt, was das Zeug hält, und wenn es nur durch Sprüche im Karnevalszug ist. Mit „Liedertafel sagt Adé Mittelschule“ hieß es zum Beispiel am Wagen der Sänger und Sängerinnen, und gleichzeitig „Goldkehlchen suchen neuen Singgarten“. „Garten“ war auch das Thema vom Heimat- und Verschönerungsverein, allerdings mehr in Bezug auf Streuobstwiesen, die mehr und mehr verschwinden. Entsprechend haben sich die Gartenfreunde als freche Früchtchen und Insekten verkleidet, mit einer Radlader-Schippe voll Früchte. Der Obst- und Gartenbauverein hatte gar ein bepflanztes Bett dabei mit dem Spruch „Sät Blumen und hat Spaß dabei. Ein Bett im Kornfeld, das ist immer frei“.

Das Starkbierfest im Visier hatte eine Truppe, die sogar einen Sarg hinter sich her zog mit dem selbsterklärenden Motto: „Starkbierfest oder Sargbierfest?“ Ein weiteres Schild verriet, dass das Fest „24 Jahre hui! Jetzt plötzlich pfui?“ sein soll. Aber, so erfahren es auch die Besucher von den Schildern, die Kinder tragen, dass es wohl der Brandschutz ist, der der Sargnagel des Festes sein soll. Einen „Fliegenden Teppich“ haben die Faschingsfreunde Langenvils aus ihrem Anhänger gebaut. „B15 nei & Startbahn 3 kehr ma undan Teppich nei“ erklärt der Spruch, was mit den beiden Infrastukturprojekten zu geschehen habe. Das beide Vorhaben schon lange gären, beschreibt der Satz „1000 & eine Nacht und es hat ZOOM gemacht.“

Als einen Western-Saloon in Anlehnung an den „Schuh des Manitu“ hat die KLJB Steinkirchen ihren Wagen aufgebaut. Nicht zu übersehen waren auch die Mitarbeiter der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen, die Sparschwein-Rosa gewandet, Schnaps an die Erwachsenen verteilten. Die Gemeindeverwaltung selbst trat mit einem Zirkuswagen an, der dann auch entsprechend selbstkritisch „Zirkus Kommunale“ hieß. Wer genau hinschaute, konnte Bürgermeister Franz Hofstetter inmitten seiner nicht nur Mitarbeiter als Zirkusdirektor entdecken. Ihm zur Seite stand Landrat Martin Bayerstorfer als Dompteur.

Durch die Bank alle Wagen – ob von Zugmaschine, Bulldog oder von Hand gezogen – waren liebevoll geschmückt. Selbst der Gemeindekindergarten hatte kleine „Löwen“ hinter Gitter gesteckt. Alle anderen Kinder kamen voll auf ihre Kosten, denn von den Wagen wurden erwartungsgemäß jede Menge Süßigkeiten geworfen, die den Kleinen in Windeseile einsammelten.

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