Auf Baustellen-Inspektion (v. l.): Schulleiter Adi Geier, Bauamtsleiter Günter Mayr, die Bauleiter Frank Kneffel und Stefan Hoffmann sowie Bürgermeister Stefan Haberl. lang
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Auf Baustellen-Inspektion (v. l.): Schulleiter Adi Geier, Bauamtsleiter Günter Mayr, die Bauleiter Frank Kneffel und Stefan Hoffmann sowie Bürgermeister Stefan Haberl.

Mittelschule Taufkirchen

Die Taufkirchener Schule ist abgerissen

Die Arbeiten an der Taufkirchener Großbaustelle sind im Zeitplan und im Kostenrahmen.

VON BIRGIT LANG

Taufkirchen – Die oberirdischen Abbrucharbeiten sind weitestgehend abgeschlossen, und dabei wurde der Kostenrahmen bisher eingehalten. So lautete das Fazit bei einem Pressegespräch zum Stand an der Taufkirchener Schulbaustelle, an der am 20. Juli offizieller Baubeginn gewesen war. Laut Bauamtsleiter Günter Mayr soll das Schulgebäude im Juli 2023 fertiggestellt sein. Dafür müssten nun noch diverse EU-weite Ausschreibungen erfolgen.

Bei dem Treffen auf der Baustelle war Schulleiter Adi Geier voll des Lobes. „Bis Weihnachten war es eine g’schmeidige G’schicht“. Teilweise seien sogar Arbeitszeiten verschoben worden, wenn beispielsweise gerade Schulprüfungen anstanden und er die Bauarbeiter um etwas Ruhe gebeten habe. „Bis dato können wir uns nicht beschweren.“

Sehr verständnisvoll würden sich die Nachbarn zeigen, sagte Bürgermeister Stefan Haberl. Es seien noch keine nennenswerten Beschwerden eingegangen. Er hoffe, dass dies so bleibe. „Dass es nicht lärmlos und ohne Beeinträchtigung abläuft“, sei bei einer solchen Großbaustelle klar. Zugleich sei es aber auch für die Bürgerschaft sehr interessant, den Bauverlauf zu beobachten.

Jetzt müsse nur noch die Betonplatte der ehemaligen Dreifach-Turnhallen raus, und dann seien der Keller beziehungsweise die unterirdischen Abbrucharbeiten dran, berichtete Bauleiter´Frank Kneffel vom Planungsbüro WipflerPlan aus Planegg über den Stand der Abbrucharbeiten. Mit dem Spezialtiefbau wurde im Januar begonnen. Darunter fallen auch die Erdarbeiten mit den erforderlichen Bohrpfählen, um die Baugrube zu sichern: „Die Bohrgeräte arbeiten sich am Pfarrweg entlang nach oben.“

Eigentlich war dies schon für Anfang Dezember geplant gewesen. „Es kam zu einer kleinen Verzögerung. Der Bauzeitenplan wurde angepasst und die Bauarbeiten komprimiert, sodass wir bis jetzt noch keine zeitliche Verzögerung haben“, betonte der Bauleiter. In die bis zu zehn Metern tiefen Bohrlöcher werden Bewehrungskörbe eingebaut, die mit Beton ausgegossen werden, um das Erdreich für die Neubauten zu befestigen.

Diese Arbeiten können nur bis fünf Grad minus ausgeführt werden. Hierfür sei von der Firma Ottl Abbruch und Rückbau GmbH aus Alling ein Subunternehmer, die Gebrüder Wöhrl aus Schrobenhausen, beauftragt worden. Bis März sollen diese Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein, sagte Kneffel.

Beim Rückbau wurde der zu Tage geförderte Beton vorschriftsmäßig recycelt, getrennt, abgefahren und entsorgt. Teilweise werde er auch auf der Baustelle zur Stabilisierung des Untergrunds verwendet. Beim Abbruch der unteren Fundamente müsse jetzt auch alles rausgeholt werden.

Sobald die Baugrube von der Firma Ottl ausgehoben sei – Kneffel geht vom 23. April aus –, erfolge die Übergabe an die Baumeister, also an die Firma Bauer aus Buchbach. Dann beginnen die Bauhauptarbeiten. Für den Hochbau ist das Architektenbüro Köhler aus München verantwortlich.

Die kalkulierten Kosten für den Abbruch bezifferte Kneffel auf 1,3 Millionen Euro und erklärte: „Kostenmäßig liegen wir im Rahmen.“ Beim Abbruch gebe es fast immer unerwartete Probleme, denn im Vorfeld könne ja nur punktuell geprüft werden, um welche Materialien und um welche Mengen es sich handle. Hier bewege man sich im Rahmen, obwohl es Ausreißer gebe, deren Entsorgung extrem teuer sei.

Den Abbruch hat Stefan Hoffmann für die Firma Ottl aus der Ferne koordiniert. Er erklärte, dass man ein erschütterungsarmes Bohrverfahren verwende, nur bei den Spundwänden komme es zu Erschütterungen, diese seien bei diesem Vorhaben aber nicht in größerem Umfang nötig. „Wir haben das Glück, dass mit Polier Matthias Sachskorn aus Reichenkirchen ein Mann vor Ort ist, der über ein Riesen-Knowhow verfügt“, sagte Bauamtsleiter Günter Mayr. Sachskorn sei nicht nur fachlich gut, sondern pflege auch mit seinen Mitarbeitern einen vorbildlichen Umgang.

Birgit Lang

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