1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Taufkirchen (Vils)

Die Wegweiser: Sie haben den „Kompass“ geprägt

Erstellt:

Kommentare

Lange ein gutes Redaktionsteam (v. l.): Carolin Hendrych, Sepp Moser, Renate Bauer und Peter B. Heim mit Bürgermeister Stefan Haberl. Foto. Birgit Lang
Lange ein gutes Redaktionsteam (v. l.): Carolin Hendrych, Sepp Moser, Renate Bauer und Peter B. Heim mit Bürgermeister Stefan Haberl. © Birgit Lang

Über 20 Jahre lang haben Sepp Moser und Peter B. Heim beim „Kompass“ mitgearbeitet. Sie haben das Gemeindeblatt geprägt.

Taufkirchen – Der „Kompass“ gibt den Taufkirchenern seit gut 25 Jahren Orientierung. Für den Inhalt des Gemeindeblatts mitverantwortlich waren Sepp Moser und Peter B. Heim alias pebe. „Die beiden haben eine Ära geprägt“, sagte Bürgermeister Stefan Haberl in der Sitzung des Gemeinderats bei der Verabschiedung der beiden aus dem Redaktionsteam. Schriftsteller Heim hatte seit 2002 die Titelgeschichte beigesteuert. „… leise Servus“ war sie nun überschrieben.

Neu im Team sind nun Journalist Markus Tremmel und Maria Färbinger, Grafikerin aus Taufkirchen. „Es wird eine andere Erscheinungsform und einen anderen Stil geben, aber die Qualität wird nicht schlechter, vielleicht sogar besser“, meinte Moser. Färbinger hatte zuletzt den „Taufkirchener Zehner“, einen Einkaufsgutschein für örtliche Geschäfte, gestaltet.

„Für die Titelgeschichten haben wir Markus Tremmel an Land gezogen“, freute sich Bauer. Der Wambacher volontierte beim Dorfener Anzeiger und arbeitet als Journalist, Verleger und Moderator unter anderem beim Bayerischen Rundfunk.

Der Kompass sei eines der ersten Projekte seines Vorgängers Franz Hofstetter in Sachen neue Kommunikationsmedien gewesen, berichtete Haberl. Mit dem neuen Amtsblatt wollte er die Arbeit des Bürgermeisters nachvollziehbar darstellen und transparent den Bürgern vermitteln. Zweieinhalb Jahrzehnte sei dies mittlerweile her.

Es sei eine Heidenarbeit, jeden Monat den Kompass entsprechend zu bestücken, viel Herzblut und Leidenschaft werde dafür investiert. Die erste Ausgabe sei im Juni 1996 erschienen, damals acht Seiten zweifarbig: schwarz und rot. Die zweite Farbe wechselt bis heute jährlich. Der Umfang sei auf 24 bis 28 Seiten angewachsen, neue Bereiche dazugekommen. Seit Januar 2001 gibt es die Ausgabe auch online mit Navigation und Archiv. Ende 2000 wurde der Kompass als bestes Gemeindeblatt Bayerns ausgezeichnet. Er wird in über 6500 Haushalte im Gemeindebereich verteilt.

Heim bedankte sich für die freie Hand, die er bei der Umsetzung seiner Titelgeschichten hatte, nur das Thema war vorgegeben. „Mein Anteil ist sehr viel geringer als der der anderen, die geschuftet haben, während ich gemütlich daheim saß und geschrieben habe.“ Nun sei es mit 73 Jahren für ihn Zeit, in die Politik zu gehen, spaßte der Autor aus Kleinhündlbach (Gemeinde Fraunberg).

Moser war von Anfang an dabei. Der heute in Loiting lebende frühere Dorfener war für Gestaltung und Satz zuständig. Fast 300 Kompass-Ausgaben habe er auf Verständnis geprüft, mehrere Monate Nachtschichten eingelegt, die Redaktionsmitarbeiterinnen Renate Bauer und Carolin Hendrych im Rathaus unterstützt und immer den vollen Überblick gehabt, lobte Haberl. „Er hat sich im schlimmsten Chaos noch zurechtgefunden.“

Rathaus-Pressesprecherin Bauer leitet die Redaktion. Sie lobte Mosers Loyalität und Humor, wenn wieder nächtelang durchgearbeitet werden musste, um die halb fertigen Vorlagen mit Kreativität und seinem „besonderen Handerl“ zu vollenden. „Wir haben uns blind verstanden“, sagte Bauer.

Heim habe auch mal Kochrezepte zum Besten gegeben und sich zudem gesellschaftspolitisch eingebracht. „Uns war oft nicht gut dabei, aber er hat es geschafft und musste sich nicht verbiegen“, erinnerte die Pressesprecherin.

Auch interessant

Kommentare