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Auf freier Wildbahn: Am Samstagmorgen entdeckte Museumsleiter Peter Kapustin diese beiden Dinos auf dem B 15-Kreisverkehr . 

Schlechter Scherz

Dino-Entführer im Urzeitmuseum

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Die Taufkirchener Dinos bewegen sich normalerweise nicht vom Fleck. Es handelt sich schließlich um Modelle im Urzeitmuseum. Unbekannte sind nun mit zwei der Modelle auf Wanderschaft gegangen.

Taufkirchen – Peter Kapustin traute am Samstagmorgen seinen Augen nicht. Zwei Dinosaurier-Modelle standen auf der Grünfläche des Kreisverkehrs am Ortseingang von Taufkirchen – mehrere hunderte Meter vom Urzeitmuseum entfernt, wo sie eigentlich auf dem Freigelände stehen. „Mir wären beinahe die Augen rausgefallen“, erzählt der Museumsleiter auf Nachfrage.

Nach der Verwunderung begann schnell die Sorge. „Da stehen schließlich Werte herum.“ Am Museum direkt neben der Realschule angekommen, war Kapustin dann allerdings einigermaßen erleichtert. Die Unbekannten hatten in der Nacht zum Samstag nur zwei relativ kleine Modelle durch Taufkirchen geschleppt oder gefahren: einen ein Meter langen Baby-Triceratops und ein zwei Meter langes Dino-Model, das immerhin 30 Kilogramm wiegt.

Die Täter kletterten nach Angaben der Polizei Dorfen über den Zaun und beschädigten diesen dabei. „Der ist jetzt sauber verbogen, und ich hab die Arbeit damit“, ärgert sich Kapustin. Den Sachschaden schätzt er auf 200 Euro. Doch auch mit den Modellen auf dem Freigelände werde er zu tun haben. Die beiden entführten Urzeit-Viecher wurden von ihren Fundamenten losgerissen. „An einem haben sie es noch versucht. Aber der war ihnen mit vier Metern Länge und 100 Kilo sicher zu schwer“, erzählt der Museumsleiter. Den elf Meter langen Apatosaurier fassten die Witzbolde gleich gar nicht an. Diesen Koloss aus glasfaserverstärktem Kunststoff bekommt man ohne Kran nicht vom Fleck.

Kapustin will nun beantragen, ob er Stacheldraht montieren darf. Außerdem will er die „Videoüberwachung professionalisieren“.

Die Polizei Dorfen ermittelt nun wegen Diebstahls, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Wer die Täter beobachtet hat, insbesondere beim Transport der Dinosaurier zum Kreisverkehr, möge sich unter Tel. (0 80 81) 93 05-0 melden. 

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