Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

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Björn MichaelGeschäftsführer und Gesellschafter der Aloisium AG.F: mel

Aloisium AG

Drei Häuser unter einem Dach

Holzland/Moosen - Seit 20 Jahren gibt es mittlerweile die Villa Moosen (wir berichteten). Im Jubiläumsjahr hat der bisherige Betreiber, die Familie Lechner, das Pflegeheim an die Aloisium AG abgegeben.

Mit der Villa Moosen hat die Aloisium AG im März die dritte Einrichtung dieser Art im Landkreis Erding übernommen. „Die Familie Lechner ist auf uns zugekommen“, sagt Geschäftsführer und Gesellschafter Björn Michael. Keine der drei Töchter wollte den Betrieb übernehmen, auch nicht Tochter Diana, die dort als Pflegedienstleiterin arbeitet.

„Wir haben es gut überlegt. Auf Grund der räumlichen Nähe erschien es uns als sinnvolle Ergänzung“, erklärt Michael. Die Aloisium AG führt seit zwei Jahren auch schon die Pflegeheime in Hohenpolding und Schröding. In den drei Einrichtungen gibt es insgesamt 150 Betten, es sind aktuell 120 Teil- und Vollzeitkräfte beschäftigt.

Durch dieses dritte Haus könnten Synergieeffekte genutzt werden, etwa beim Einkauf, in gewissen Bereichen des Personals und in der Haustechnik. So werde beispielsweise in Hohenpolding gekocht und das Essen an die beiden anderen Häuser geliefert. Auch bei der Reinigung, internen Fortbildungen und im Erfahrungsaustausch in Sachen Qualität gebe es Synergien, erklärt Michael.

Die Aloisium AG wurde 2013 nach der ersten Insolvenz des Pflegeheims Christianum in Hohenpolding vom Bauunternehmer Johann Maier aus Kraham bei Dorfen gegründet. Sein Sohn Markus erklärt: „Nur vorsichtshalber, um etwas in der Hinterhand zu haben“. Denn das Hohenpoldinger Pflegeheim gehört zu ihrem Familienbesitz, und die Familie Maier wurde beim Insolvenzverfahren als Gläubiger herangezogen.

Auch das Berliner Pflegeunternehmen Georgios Giannakopoulos habe als nächster Betreiber „alles nach nur einem Jahr den Bach runterlaufen lassen“. Nach zwei Insolvenzen wollten sich die Maiers auf kein weiteres Spiel mehr einlassen. „Dann machen wir es selber“, dachten sie und holten sich mit Björn Michael aus Forstern einen erfahrenen Fachmann als Geschäftsführer ins Boot. Er war zuvor bei der Curanum AG, dem größten börsennotierten Betreiber von Seniorenresidenzen und Pflegeheimen in Deutschland als Geschäftsführer mehrerer Tochtergesellschaften tätig gewesen. „Und es läuft gut“ in den Pflegeheimen in Hohenpolding und Schröding, das kann Markus Maier jetzt schon sagen. „Die größte Arbeit ist es, sich wieder einen guten Ruf zu erwerben.“ Beide Häuser seien voll. Im großen Verbund sei man auch auf dem Arbeitsmarkt attraktiver und bekomme leichter Zugang zu Personal. „Wir sind auf einem guten Weg, auch bei der Villa Moosen geht es wieder vorwärts“, ist er sich sicher.

Michael sieht es ähnlich. Die anfänglichen Schwierigkeiten nach zwei Insolvenzen seien überwunden, beide Häuser saniert. Als Betriebswirt schaue er genau auf die Zahlen, auch wenn mit Menschen gearbeitet werde. Ziel sei es, einen guten Spagat zu finden in Abstimmung mit den Pflegedienstleitungen vor Ort. „Wir haben neue Mieterverträge ausgehandelt. Die Pflegesatzverhandlungen neu geführt und Zeitarbeitspersonal durch eigenes ersetzt.“

Auch eine integrierte Tagespflege mit flexiblen Öffnungszeiten gebe es wieder. Nun gelte es die Villa Moosen zu optimieren. Lechner sei schon vor zwei Jahren als Geschäftsführerin ausgeschieden. Seitdem habe diese Aufgabe ein Interimsmanager ausgeführt. Es gebe noch einiges an Bedarf, es könnten aber auch schon erste Erfolge verzeichnet werden. So konnte in allen drei Häusern die Belegung kontinuierlich erhöht und Kontinuität beim Personal erreicht werden. Ziel sei es, laut Michael, die Einrichtungen ins öffentliche Leben zu integrieren, dass hier jeder ein und aus gehen könne. Nun gelte es vorrangig die Villa Moosen in den Aloisium-Verbund zu integrieren: „Dann schauen wir, was die Zeit mit sich bringt.“

Birgit Lang

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