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Der Bauer muss sich digitalisieren, rät Prof. Dr. Johannes Holzner (r.). 

Landwirtschaftstag

Drohnen anstatt Mistgabeln

Wambach – Die Erzeugerpreise sind im Keller. Milchviehbetriebe und Schweinemäster kämpfen seit Monaten mit extrem niedrigen Milch- und Fleischpreisen. Das sind Themen, die Bauern unter den Nägeln brennen.

Entsprechend groß war das Interesse der Landwirte beim VR-Landwirtschaftstag. Rund 200 Bäuerinnen und Bauern folgten der Einladung der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen ins Gasthaus Kronseder nach Wambach. Als Referent hatte die Genossenschaftsbank Prof. Dr. Johannes Holzner von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf eingeladen. Thema seines hoch interessanten Vortrages war die Zukunft der Landwirtschaft. Holzner holte auch immer wieder Trends und Meinungen der anwesenden Landwirte ein.

„Die Landwirtschaft von heute ist geprägt durch die weltweite Globalisierung und Vernetzung“, so Holzner. Die Weltwirtschaft beeinflusse unsere Märkte. Deshalb sei es enorm wichtig zu beobachten, was aktuell auf der ganzen Welt passiere, um dann entsprechend handeln zu können. Im Auge behalten werden müssten dabei etwa die Fragen: Wann und wo wird Mais, Reis oder Weizen geerntet und mit welchem Ertrag? Wo haben wir offene und wo geschlossene Grenzen? Wie wirken sich Wechselkurse, Inflation oder Währungsverfall auf unsere Erzeugerpreise aus? Daher sei auch in der Landwirtschaft die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. „Hier sind uns andere Länder bereits weit voraus“, so Holzner.

Er ist sich sicher: In naher Zukunft würden immer mehr GPS-gesteuerte Traktoren auch bei uns zur Feldarbeit eingesetzt. Drohnen würden über die Felder schweben und übernähmen gezielt und dosiert die Unkrautvernichtung. Auch der Landwirt müsse sich in unserer schnelllebigen Zeit den Herausforderungen und Veränderungen stellen und anpassen.  ar

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