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Da blieb kein Auge trocken: Beim Sketch „Hoamspui“ überzeugten (v. l.) Josef Galler, Bernie Holbl, Christoph Mangstl, Andreas Reiter, Stefan Lechner, Bernie Außerbauer, Meck Lechner, Manfred Slawny, Andreas Seidl und Manfred Zuhr.

Sportlerball in Moosen

Ein Abend mit Musik, Worten und Torten

Was der Galaball in Erding ist, die Maschkera in Dorfen, der Bunte Abend in St. Wolfgang oder der Kappenabend in Isen, das ist den Moosenern ihr Sportlerball. Im Gasthaus Zuhr wurde wieder viel getanzt und vor allem viel gelacht.

MoosenAlles, was Rang und Namen hat in der Welt der Promis war gekommen: Lawrence von Arabien, Super Mario, Alice im Wunderland, Super- und Spiderman, die Schöne und das Biest, ja sogar Karl Lagerfeld und Marie Antoinette. Auch die Hexen von Weststraß, Bruder Tuck und ein Minion feierten ausgelassen Fasching. Unter den rund 300 Besuchern beim Moosener Sportlerball im Zuhr-Saal waren auch auffallend viele Mexikaner und Araber. Sie suchten Zuflucht in Moosen, vielleicht aus Angst vor den angekündigten US-Sanktionen. Sogar ein Kölner Grapscher hatte sich her getraut.

Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter nebst Gattin wurde nicht gesehen. Dafür war seine rechte Hand, Pressesprecherin Renate Bauer, im Publikum und lauschte begeistert der Band Tetrapack, deren Leadsänger ihr Sohn Max ist. Die Formation heizte dem Publikum bis in die späten Stunden richtig ein, so dass vor allem auch die jungen Ballgäste lange tanzten und man sich auf dem Tanzboden schnell näher kam. Die Bar war zur späten Abendstunde eh überfüllt, ein Reinkommen war unmöglich, also wurde kräftig weitergetanzt.

Bereits um 18.30 Uhr waren viele der reservierten Plätze besetzt. Hatte SCM-Chef Erwin Denk doch etwas nervös viele vorab darauf hingewiesen und auch noch via Whatsapp informiert, dass im Vorverkauf der Saal schon fast ausverkauft und Pünktlichkeit deshalb nötig sei.

Nachdem die Flashlights als tanzende römische Legionäre mit wunderschönen Figuren und akrobatischen Einlagen für schöne Abwechslung gesorgt hatten, kam der Höhepunkt des Abends: „Hoamspui“, eine Komödie über drei eingefleischte Edelfans des SC Moosen, dorfbekannte Größen während eines Heimspiels. Die schicke Chantal (SCM-Pressechef Manfred Slawny) moderierte äußerst eloquent und bildgewaltig das Stück, das zum Brüllen komisch war. Es gab tiefgründige Dialoge, die von fußballerischem Sachverstand zeugten, und ungezügelte Emotionen, die die Verbundenheit zum Verein und dem Fußballspiel als solchem verdeutlichten. Das unglaubliche Gespür für Wortwitz und winzige Details, die die Eigenarten in feinsten Nuancen und die Temperamente der Figuren authentisch wiedergaben, begeisterten die Zuschauer.

Bilder: Sportlerball in Moosen

Bernie Außerbauer mimte einen lebhaften Maurerpolier aus den höheren Gefilden des Dorfes, im ihm typischen Kremser-Shirt, Hotpants und Maurer-Kappe. Für Insider war sofort klar: Das kann nur der Lechner Meck sein. Schon rein äußerlich und von der Tonlage her die Idealbesetzung („Oane kunnt ma no dringa“). Der große Andi Reiter stellte einen wahrheitsliebenden Elektriker dar, seine beide Söhne verkörperten Christoph Mangstl und Stefan Lechner. Auch hier wussten die Einheimischen sofort: Das kann nur der Eichinger Gerhard sein mit seinen beiden „Terroristen“, wie er liebevoll seinen Nachwuchs nennt. Andi Seidl brillierte als ortsansässiger, Kippen inhalierender Wirt im weißen Arbeitsmantel, also als Zuhr Mane, der immer wieder schrie: „Außerbauer, hau den Boi viere!“ oder „Auf geht’s!“. Bernie Holbl oblag die Rolle des schnellsten Dorfbewohners, Sepp Galler, abwechselnd mit Strickmütze und Radlhelm behütet. Wie diese Protagonisten das Heimspiel nuschelnd, im tiefsten bayerischen Slang kommentierten, ihrem Fachwissen mit Händen und Füßen, vor allem lautstark schreiend Ausdruck verliehen, war eine wahre Freude, die mit tosendem Applaus und „Zugabe“-Rufen honoriert wurde.

Weil das Spiel so gut ankam, versteigerten Bernie Außerbauer und Meckie Lechner anschließend noch Torten und verlängerten damit diesen unvergesslichen Spaß für alle. Wer diesen legendären Sportlerball versäumte, ist selber schuld und die Freude auf den nächsten schon jetzt gewiss.

Birgit Lang

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