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Drei, die anpacken: Roswitha Schäffner, Renate Bauer und Isidor Wegmann (v. l.) wollen das Marien-Marterl hinter der Pfarrkirche restaurieren lassen.

Am Taufkirchener Rathausplatz 

Ein Fest fürs Marien-Marterl

Gemeinsam feiern und dabei Gutes tun: Das machen die Taufkirchener am Samstag. Mit dem Erlös des Weinfestes soll das Marien-Marterl hinter der Pfarrkirche restauriert werden.

Von Birgit Lang

TaufkirchenEin Weinfest ist die erste Gemeinschaftsaktion des Taufkirchener Ortskerns. Es findet am morgigen Samstag ab 19 Uhr auf dem Rathausplatz statt. Mitarbeiter des Rathauses und der VR-Bank sowie Mitglieder des Pfarrgemeinderates kümmern sich um die Bewirtung der Gäste und den Service.

Zwiebelkuchen, Obazda, Käse und Griebenschmalz steuern Ehrenamtliche und ortsansässige Geschäfte bei. Dazu gibt es Weine und Getränke – ebenfalls von Taufkirchener Unternehmen. Für Musik sorgt s’Gschwerl.

Der Erlös des Festes wird für die Restaurierung des Marien-Marterls verwendet, das hinter der Pfarrkirche steht. Alle Jahre finden dort Maiandachten und Lichterprozessionen statt. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Roswitha Schäffner findet, dass das Marterl so unansehnlich geworden ist, dass es eine Rundumerneuerung braucht.

Von dieser Idee konnte sie Renate Bauer, Sprecherin der Gemeinde, und Isidor Wegmann, Marketingleiter der VR-Bank, schnell überzeugen. Gemeinsam machten sich die drei daran, ein Weinfest zu organisieren und fanden viele Gleichgesinnte, die spontan ihre Hilfe zusagten.

Das Marterl ist der ehemalige Grabstein von Maria Schweiger, geborene Liebl. Sie stammte aus Taufkirchen, kam hier 1876 zur Welt und starb 1946 in München. Dort ist sie auch begraben. Maria war eine der vier Schwestern von Josef Liebl (1873-1957), Großvater des Eisenhändlers Fritz Liebl, der in der Ortsmitte sein Geschäft hat.

Rosmarie von Streletzky, eine Cousine seines Vaters, hat den Grabstein etwa 30 Jahre nach Marias Tod vom Münchener Ostfriedhof nach Taufkirchen bringen, restaurieren und im Garten von Marias Eltern aufstellen lassen. Das Marterl blieb erhalten, als das Haus abgerissen und an seiner Stelle die Rathaus-Neubauten errichtet wurden.

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