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Gestalteten die 100-Jahr-Feier des Imkervereines Taufkirchen (v. l.): Kreisvorsitzender Simon Oberhofer, Schriftführer Johann Lechner, Vizelandrat Jakob Schwimmer, Vorsitzender Alois Gmeineder, Bezirksvorsitzender Johann Maier und Bürgermeister Franz Hofstetter.

Imkerkreisverammlung

Ein Loblied auf die Honigbiene

Bei der Imkerkreisversammlung hat sich der stellvertretende Landrat Jakob Schwimmer als kundiger Bienenkenner gezeigt.

Hubenstein – „Der volkswirtschaftliche Nutzen der Honigbiene ist wegen ihres Bestäubungsdienstes höher anzusetzen als der von Rind oder Schwein“, sagt Schwimmer in seiner Begrüßungsrede im Gasthaus Häring in Hubenstein, bei der auch das 100-jährige Jubiläum des Ortsvereines Taufkirchen gefeiert wurde.

Der Vizelandrat erwähnte auch eine der wesentlichen Veränderungen während der Vereinsgeschichte, die Ausrottung der Dunklen Biene während des Dritten Reiches und die Einführung der sanftmütigeren Carnica Biene. „Diese bestäubt 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen in Deutschland und sichert damit die Erträge der Landwirtschaft“, führte Schwimmer aus.

Dankende Worte bekam er vom ersten Kreisvorsitzenden Simon Oberhofer für die finanzielle Unterstützung seitens des Landkreises beim Erwerb von Mitteln gegen die Varoamilbe. Der Freistaat hat sich aus der Förderung zurückgezogen. An Bürgermeister Hofstetter richtete Oberhofer die Bitte, die Gemeinde möge künftig Ausgleichsflächen als Blumen- und Streuobstwiesen anlegen. Auch Ortsvereinsvorsitzender Alois Gmeineder ging in seiner Rede auf die „grünen Wüsten“, verursacht durch intensive Landwirtschaft und zum Nachteil für die Biene ein.

Schriftführer Hans Lechner ging auf die 100-jährige Geschichte der Taufkirchener Imker ein, der während des Ersten Weltkrieges von Bürgern und Bauern als Imker- und Gartenbauverein gegründet wurde – vermutlich auf politischen Druck hin. Damals musste ein Teil des Honigertrages an den Staat abgegeben werden, durch die Vereinsbildung konnte die Anzahl der Bienenstöcke erfasst werden, vermutete Lechner. Lange Zeit stand für die Gründungsmitglieder jedoch der Obstbau im Vordergrund, das Bier wurde teurer, der Obstwein eine günstige Alternative. fabian Holzner

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