Rappelvoller Saal: Der Serenadenabend am Samstag im Wasserschloss in Taufkirchen war ein durchschlagender Erfolg. Foto: Kuhn

Serenadenabend

Eingespieltes Team, erstklassige Solisten

Taufkirchen – Die Brucknerkantorei und der Förderverein für das Wasserschloss Taufkirchen haben am Samstag einen durchschlagenden Erfolg gefeiert: 126 Karten genau konnten für den Serenadenabend verkauft werden, den die Organisatoren in weiser Voraussicht doch lieber in den Saal verlegt hatten. Tatsächlich fing es bald nach Veranstaltungsbeginn zu tröpfeln an.

Es war die erste Kulturveranstaltung im Wasserschloss, die nach der Kaufentscheidung durch den Gemeinderat abgehalten worden ist, und Vorsitzender Klaus Ulrich Wolter konnte in seiner Begrüßung dieses Thema natürlich nicht auslassen. Es sei jetzt das Schloss der Taufkirchener Bürger, sagte er in seiner Begrüßung. Vor Beginn hatte er im Gespräch mit der Heimatzeitung gemeint: „Ich habe den Eindruck, dass die Bürger von Taufkirchen immer mehr Bezug zum Schloss haben.“ Damit sei ein wichtiger Vereinszweck erfüllt.

Ein zweiter sei natürlich die Abhaltung von Kulturveranstaltungen wie dieser, und hier hatten die Verantwortlichen einen wahren Glücksgriff getan: Die fröhlichen Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Christian Weber sangen die 20 Lieder des offiziellen Programms nicht, sie spielten sie teilweise regelrecht. Unbedingt bühnenreif war die Aufführung des Duetts „Papageno – Papagena“ aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Johanna Schumertl und Christian Jäger liefen zu großartiger Form auf. Donnernder Applaus des dankbaren Publikums folgte.

Alle Sängerinnen und Sänger waren auch als Solisten zu erleben. Die übrigen verließen dafür sogar die Bühne, um die Solisten auch optisch hervorzuheben. Einzig Andrea Traber blieb, wo sie war: Die Taufkirchener Pianistin begleitete das ganze Konzert am E-Piano, immer zurückhaltend und wirklich gekonnt. Man durfte von einem eingespielten Team reden, was einer Sängerin gutgetan haben dürfte: Für Nina Schumertl war es das Debüt als Solistin. Ihr Einsatz bei „Summertime“ ließ eine gewisse Liebe zu Blues und Jazz erkennen, und hier könnte ein echtes Talent entdeckt worden sein. Was sie ablieferte machte jedenfalls Lust auf mehr.

Weber führte gut gelaunt durch das kunterbunte Programm und machte sich zunächst Gedanken über das, was eine Serenade eigentlich sein soll. Es komme von „Serena“, also „heiter“, und diese Übersetzung machte er zum Programm. Neben Klassik war auch Musical, Film und Pop dabei. „Keine Angst“ AC-DC ist nicht dabei“, witzelte er. Wolter hatte aber auch noch etwas herausgestellt: Der Heimat- und Verschönerungsverein hat auch seinen Vereinszweck erfüllt: Er sorgte für den Tischschmuck und machte damit ebenfalls großartig Werbung in eigener Sache.

 Klaus Kuhn

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