Der Taufkirchener Robert Scharl ging beim ÖEC an den Start – und gewann durch bessere Einzelergebnisse
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Wilder Ritt: Robert Scharl blieb nicht fehlerfrei – aber letztlich reichte es.

Knapper geht’s nicht

Robert Scharl gewinnt Enduro Championat aufgrund der besseren Einzelergebnisse

  • vonRedaktion Erding
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Der Taufkirchener Robert Scharl ging beim ÖEC an den Start – und gewann durch bessere Einzelergebnisse

Taufkirchen – Robert Scharl aus Taufkirchen ging beim letzten und meisterschaftsentscheidenden Lauf zum Österreichischen Enduro Cup (ÖEC), im Ort Rohr im Gebirge (Bezirks Wiener-Neustadt Land) an den Start.

Der 27-Jährige reiste top motiviert nach Österreich und wollte sowohl als Führender im Championat, dies ist die klassenübergreifende Gesamtwertung, als auch in der E 3-Klasse (über 300 ccm) den Sack zumachen. Dies unterstrich er bereits beim Qualifikationslauf mit der besten Tageszeit, und zusätzlich holte er sich beim Rahmenprogrammrennen, dem Endurocross, den Sieg.

Tags darauf, beim Hauptrennen, standen über 300 Teilnehmer bei herrlichem Herbstwetter am Start, um die vier großen Runden im Zeitlimit von fünf Stunden zu bewältigen. Dazwischen gab es die für die Endwertung maßgeblichen Sonderprüfungen, die auf Zeit gefahren und addiert wurden.

Bei der ersten Sonderprüfung hatte Scharl einige Fahrfehler und zudem einen leichten Sturz, was ihm gleich einmal einen Rückstand zu seinem Hauptkonkurrenten Martin Ortner einbrachte. Die großen Runden über 15 Kilometer Hard-Enduro liefen für Scharl wieder mühelos, aber bei den Sonderprüfungen war an diesem Tag einfach der Wurm drin. Egal was er versuchte, immer wieder schlichen sich Fahrfehler ein, und der Rückstand zu Ortner wurde stetig größer. Nun hieß es für Scharl, sich nach hinten zu orientieren, um den zweiten Platz zu sichern, der für die Meisterschaft reichen würde. Und es wurde richtig eng.

In der E 3-Klasse reichte es in der Tageswertung für Platz zwei und den Sieg in der Meisterschaft. Aber im Championat fuhr der Taufkirchener lediglich als Vierter durchs Ziel. Somit waren Ortner und Scharl nach diesem Lauf in der Gesamtwertung punktgleich. Mit so einem Ergebnis hatte niemand gerechnet, und jetzt musste das Reglement entscheiden. Letztendlich wurde Scharl zum Championat-Gesamtsieger gekürt, weil er über das gesamte Jahr die besseren Einzelergebnisse hatte.

„Heute habe ich mir das Leben selbst schwer gemacht. Der Druck war immens hoch und hat mir die Leichtigkeit genommen. Gut, dass ich über das komplette Jahr so konstant stark war“, resümierte Scharl nach dem Rennen. Neben dem Europameistertitel Anfang des Jahres ist es wieder ein toller Erfolg für den Taufkirchener und sein Team X-Grip aus Graz. Bereits kommendes Wochenende reist der 27-Jährige zum Endlauf der German Hard Enduro Serie nach Dresden und fährt auch hier wieder um die Meisterschaft.

red/Wolfgang Krzizok

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