Alles Gute: Seinen 90. Geburtstag hat der ehemalige Babinger Wirt Anton Osendorfer (vorne, M.) im Kreise von Familie und Freunde gefeiert. Zum Gratulieren schauten auch (hinten, v. r.) Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter und Landrat Martin Bayerstorfer vorbei. Foto: fischbeck

Anton Osendorfer 90

Ex-Wirt und leidenschaftlicher Bäcker

Kienraching – Anton Osendorfer ist eine Institution. Der ehemalige Babinger Wirt hat im Kienrachinger Gasthaus Hopf seinen 90. Geburtstag im Kreise seiner großen Familie und vielen Freunden gefeiert.

Dazu gratulierten auch Landrat Martin Bayerstorfer und Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter.

Geboren in Babing, besuchte Osendorfer zunächst die Schule in Hofkirchen. Im Alter von 14 Jahren begann er in Erding eine Bäckerlehre. Nach zweieinhalb Jahren versuchten die Nationalsozialisten, ihn erstmals für den Wehrdienst einzuziehen. Zunächst hatte er sich aber erfolgreich gedrückt, wie er erzählt. Viele seiner „Spezln“ waren zu diesem Zeitpunkt bereits eingerückt, berichtet der Jubilar. So habe er es geschafft, nur noch ein Jahr Militärdienst zu leisten, ehe die Alliierten immer weiter vorrückten und Deutschland kapitulieren musste.

Im April 1945 kehrte er wieder nach Hause zurück. Nachdem sein Bruder gefallen war, habe er den Betrieb aus Land- und Gastwirtschaft weiterführen müssen. 1950 heiratete er seine Frau, mit der er die vier Kinder Hermine, Marianne, Anton und Hans großzog. Die Landwirtschaft wurde von Hans weiter geführt. Die Wirtschaft aber wurde bereits 1967 zugesperrt, die Osendorfer lange Jahre im kleinen Taufkirchener Ortsteil Babing betrieben hatte.

Die Geselligkeit ist dem Jubilar danach aber nicht verloren gegangen. Das Geheimnis seiner Jugendlichkeit sei „angeboren. Da gibt’s koa Rezept. I hob mi natürlich nia zu sehr zuagsuffa“, erzählt er mit einem Grinsen.

Langweilig ist es Osendorfer aber auch ohne die Gastwirtschaft nicht. Er beschäftigt sich viel mit Geschichte und hielt dazu auf seiner Geburtstagsfeier den Gästen auch einen etwa halbstündigen Vortrag. Auch Schafkopfen mache er „leidenschaftlich gerne“. Daneben backt der gelernte Bäcker seiner Familie auch oft Kuchen. Die Lieblingsspeise der Familie aber sind Osendorfers Dampfnudeln, die er immer noch selbst zubereitet.  fis

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