Traumhaft schön: Kirchenpfleger Norbert Radeck begutachtet die neue Kirchturmspitze.
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Traumhaft schön: Kirchenpfleger Norbert Radeck begutachtet die neue Kirchturmspitze.
„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.
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„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.
„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.
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„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.
„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.
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„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.

Renovierung Pfarrkirche Taufkirchen

Finanzielle und zeitliche Punktlandung

„Passiert da gar nichts?“, fragten sich viele Passanten die vergangenen Monate. Aber die meisten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche Taufkirchen geschahen hinter der Schutzhülle. Jetzt wird das Gerüst abgebaut.

Taufkirchen Jetzt ist klar, dass die Renovierung der Taufkirchener Pfarrkirche Pauli Bekehr zumindest finanziell „eine Punktlandung wird“, sagt Kirchenpfleger Norbert Radeck. 350 000 Euro seien veranschlagt worden. So wie es aussieht, liege man sogar noch knapp darunter. 125 000 Euro werden von der Pfarrgemeinde als Eigenanteil aus Spenden und Rücklagen beigesteuert. Auch wurde ein Kalender erstellt und selbst hergestellte Waren beim Advent im Schloss verkauft, um Geld für die Renovierung zusammen zu bekommen. Weitere fünf Prozent seien an Eigenleistung geplant.

Ende September, spätestens Anfang Oktober sei die Sanierung des Kirchturms und der Westfassade komplett abgeschlossen, betont der Kirchenpfleger. Die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahme am Turm und der Westfassade waren ursprünglich für Juni von Architekt Udo Rieger aus Isen angepeilt gewesen. Aber Ausschreibungen, Genehmigungen und auch einige Handwerker, die zu spät kamen, sorgten für Verzögerungen, die sich schließlich summierten.

Radeck und weitere Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats haben auch selber Hand angelegt. „Wir haben entkernt, sauber gemacht und werden den Vorbereich noch pflastern“, sagt der Kirchenpfleger. Sobald das Gerüst entfernt sei, müsse noch einen halben Meter tief das Erdreich auf der Eingangsseite abgegraben werden, um eine neue Entwässerung einzubauen. „Dann wird die Wand nicht mehr so nass“, erklärt er. Der Spengler habe schon die Vorarbeiten ausgeführt.

Stolz ist Radeck darauf, dass bei der Bauausführung fast nur hiesige Firmen beauftragt werden konnten. „Sie waren die Kostengünstigsten und hatten die kürzesten Anfahrtswege.“ Die Zimmererarbeiten mit einem komplett neuen Balkenlager habe etwa die Firma Grabrucker aus Kirchberg ausgeführt. Sie arbeitete den ganzen Winter durch, bis auf eine kurze Pause über Weihnachten. Außerdem hat die Firma die Tragkonstruktionen der Aufgänge mit Podesten im Turm repariert, neue Querbalken für die Zwiebel eingebaut und die Querverstrebungen teilweise erneuert. Auch ein neuer Kaiserstil mit 5,20 Meter Höhe, der am Kreuz befestigt ist, wurde von oben durch die Zwiebel eingesetzt. Diese Sogsicherung war nötig, damit die Turmzwiebel nicht abhebt. Dies wurde vom Statiker gefordert. Schließlich können die Winde dort oben, auf einer Höhe von 38,6 Meter bis zum Turmkreuz, ziemlich stark sein. Um die Turmhaube zu sichern, zog die Firma Grabrucker zudem vom Turmfuß aus Spannstähle bis in den Turm nach unten.

Die Kupferverkleidung des Zwiebelturms wurde von der Spenglerei Ernst aus Schwindkirchen geöffnet und wieder fachgerecht geschlossen. Schmied Josef Forstmaier aus Kalling erneuerte das Kreuz und den Befestigungsdorn. Kirchenmaler Ludwig Keilhacker aus Taufkirchen vergoldete das Kreuz und die Kugel. Die Außenfassade wurde geschlemmt und in den Farben Weiß und Altrosa von seinem Sohn Michael Keilhacker und seinem Team aus Taufkirchen gestrichen. Dies geschah nach einer Farbanalyse des letzten Anstrichs aus dem Jahr 1942. Zuvor hatte sein Bruder Emanuel Keilhacker, Maurermeister aus Taufkirchen und Inhaber der Baufirma Schwarzbötzel, den Putz partiell und den Sockel komplett erneuert. „Alle haben sehr sauber gearbeitet“, freut sich Radeck.

Wunderschön seien auch die neuen Ziffernblätter und die Uhr geworden. Eigentlich wollte man die alten Zeiger restaurieren und neu vergolden. Da sie aber aus Blech und dieses arg verrostet war, wurden sie durch neue aus Aluminium ersetzt. Achteinhalb Stunden habe man zu dritt gearbeitet, er und Mesner Robert Pitz halfen beim Hochtragen, Anpassen und Ausjustieren in schwindelerregender Höhe mit.

Auch ein neuer elektrischer Antrieb wurde bei den Glocken montiert und neue Wellen eingesetzt. Nun erstrahle alles wieder im selben blau und weiß, wie vor 40 Jahren. Damals wurde die 1891 errichtete Kirche das letzte Mal renoviert. Diese Arbeiten führte wieder die Firma Philipp Hörz aus Roggenburg aus. Sie hat die Uhr damals schon elektrifiziert. Auch der Eingang der Kirche ist nun wieder schön sauber und weiß. Dass die alten Türen erhalten wurden, freut den Kirchenverwalter ganz besonders. „Es war ein Türrestaurator da, der hat sie abgeschliffen, gebeizt, gebürstet, um die Struktur zu erhalten, und alles eingeölt.“ Nur die alten Epitaphien müssen noch restauriert werden. Ob es zum Abschluss der Arbeiten eine Feier gibt, sei noch nicht entschieden, meint Radeck. Denn einen Wermutstropfen gibt es: Der restliche Korpus müsste noch dringend saniert werden. „Aber wir haben keine gute Nachricht von München erhalten. Wir haben die Dringlichkeitsstufe eins nicht bekommen.“ Das heißt, dass die restliche Fassade frühestens 2019 in Angriff genommen werden könne.

Birgit Lang

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