Ein Klasse für sich ist das Akkordeonorchester Taufkirchen. Foto: (Schumertl)

Akkordeonorchester Taufkirchen

Flotte Töne begeistern das Publikum

Taufkirchen – Mit flotter Musik hat das Akkordeonorchester Taufkirchen gute Laune an einem verregneten Sonntagnachmittag verbreitet. Das Publikum im vollbesetzten Bürgersaal erlebte ein tolle Konzert unter dem Moto „Flotte Töne“.

Den Anfang machte das Jugendorchester unter der Leitung von Michael Riedmaier. Die 28 Kinder und Jugendlichen spielten souverän die Stücke „Stereo Love“ und „All About That Bass“. Schon die Jüngsten sind im Esemble gut integriert. Fleißiges Üben, Sonderproben und das außergewöhnlich große Engagement des KMS-Lehrers Riedmaier wurden mit langanhaltendem, tosendem Applaus belohnt. Nach dieser Steilvorlage der Jugend betrat das Akkordeonorchester, ebenfalls unter der Leitung von Riedmaier die Bühne. Schon das erste Stück „Ouverture Caprice“ machte den Zuhörern deutlich, dass es die Akkordeonisten ernst meinten mit den flotten Tönen. Auf humorige Art und Weise führte das Moderatoren-Duo Eva Jaksch und Michael Weigl durch das Programm und versäumte nicht, den Zuhörern die nötige Vorinformation zu den gespielten Stücken zu liefern. Ganz beiläufig wurden auch lustige Internas ausgeplaudert. So erfuhr man, dass das Stück „Tanz 1 aus der Jazz-Suite Nr. 2“ des Komponisten Dimitri Schostakowitsch eigentlich gar nicht für das Konzert vorgesehen war. Ein Irrtum bei der Bestellung der Notensätze, der sich aber schnell als glückliche Fügung herausstellte und vom Orchester für gut befunden wurde. Als Dirigent Riedmaier für die folgenden Stücke seine Schüler Christina Fenk, Stephan Grün, Guilia König, Lorenz Schumertl und Sophia Till auf die Bühne zum Mitspielen bat, zeigte sich, dass seine Arbeit auf fruchtbaren Boden gefallen ist und sich das Ensemble keine Sorgen um guten Nachwuchs machen muss.

Wer dachte, das Konzert ist Akkordeon pur, der lag falsch. In dem Stück „Bayerische Polka für Posaune“ legte Martin Sellmeir sein Akkordeon zur Seite und brillierte auf der Solo-Posaune. Zum Staunen war der Auftritt der jungen Musiker Stefan Bauer und Jakob Wagner, die sich in „Zirkus Renz“ als Solisten ein Wettrennen lieferten: Bauer, der für seine Meisterklasse auf dem Akkordeon weithin bekannt ist und Wagner, Schlagzeuger des Orchesters, der auf dem Xylophon „sein Instrument“ gefunden hat. Enthusiastische Jubelrufe und Applaus honorierten ihre Leistung.

Insgesamt war im kurzweiligen Konzert für jeden Geschmack etwas dabei: Bayerisches, drei Sätze aus der „Irischen Suite“ von Matyas Seiber und ein Medley aus Italo-Hits. Die Leidenschaft für die Musik ist von Anfang an im Publikum angekommen. Das technisch beeindruckende Niveau der musikalischen Darbietungen ließ aufhorchen. Irmi Schumertl

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