Magische Momente: Die jungen Schauspieler beeindruckten mit ihrem Können. Foto: Lang

"Das Gauklermärchen"

Futuristischer Ausflug in die Fantasiewelt

Es war ein ungewöhnliches, farbenprächtiges Spektakel: Die Premiere des „½ Open Air Musicals – Das Gauklermärchen“, das im und um das Wasserschloss Premiere feierte. Im bequemen Sessel einnicken war für das Publikum nicht möglich. Denn die Zuschauer wanderten mit den Darstellern und Musikern, Fünf- bis Zehntklässler der Realschule Taufkirchen, von der Schlossterrasse zum Fuggersaal, wieder auf die Terrasse und schließlich zum großen Finale in den Innenhof.

Taufkirchen – Leichte Kost war es nicht, den Dialogen und Monologen der Darsteller zu folgen. Aber Spaß gemacht hat es auf alle Fälle. Die fantasievollen Kostüme der gruseligen Spinnen mit ihren langen Krallen und der grazilen Tänzerinnen mit ihren futuristischen Kopfbedeckungen waren wunderbar. Auch die Requisiten, die Spiegelbilder, Prinzenhof oder Gaukler-Zirkus darstellten, waren richtig gut und äußert gelungen. Geschaffen wurden sie von Kunstlehrerin Evelyn Koller und ihren Schülern. Sie führte zusammen mit Michael Röhrl auch Regie. Röhrl war zudem für die Musik zuständig, die Lieder stammten aus seiner Feder und haben mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel.

In dem Stück geht es um eine bettelarme Zirkustruppe, die keiner mehr sehen will. Ihr Clown Jojo (Sebastian Weber) erdichtet in dieser aussichtslosen Situation eine Geschichte um Prinzessin Eli (Linda Wägner), die in einem Reich aus Spiegelbildern lebt, und Prinz John (Weber in einer Doppelrolle), der ebenfalls in einem Fantasiereich wohnt. Ob es ein Happy-End für die beiden gibt, erfahren die Zuschauer in einer fast zweistündigen, tollen Produktion, die ihresgleichen sucht. So erschallen aus den Fenstern des Wasserschlosses plötzlich überall Flötenklänge, lebensgroße Marionetten wackeln durchs Spiel, vielversprechende Schauspiel- und Tanztalente tun sich auf. Entdeckungen des Abends aber waren die temperamentvolle Spinne Angramain (Lena Steiger) und der pointiert spielende Eheminister (Jakob Ilakova).

Das Gauklermärchen ist ein weiteres Mal, am Mittwoch, 20. April, un Freitag, 22. April, jeweils um 20 Uhr im Wasserschloss zu sehen. Die Vorstellungen sind bereits ausverkauft, an der Abendkasse gibt es nur noch einige Restkarten.

Birgit Lang

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