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Kreativ und attraktiv: die Taufkirchener KirchenRocker bei ihrem Auftritt.

Pfarrfasching in Taufkirchen

Gaudi mit Pater Paul und seiner „Gang“

Das hätte es früher nicht gegeben. Ein Pfarrer, der Motorrad fährt, in Facebook präsent ist und eine Rockband gründet. In Taufkirchen ist so was mittlerweile normal.

Taufkirchen Pater Paul fährt für sein Leben gern Motorrad, hat nebenbei die Band KirchenRocker ins Leben gerufen und mit seiner umgänglichen Art frischen Wind in den Faschingsball des Taufkirchener Pfarrverbands gebracht. Über 120 Besucher waren gekommen. Verruchte Gestalten aus der Mafia- und Gangsterszene sowie aus dem Rotlichtmilieu trafen im Pfarrsaal auf fleißige Bienen und friedliche Indianer.

Fotos vom Pfarrfasching in Taufkirchen

Taufkirchens Pfarrer kam natürlich mit Kutte und KirchenRocker-Emblem hinten drauf, sowie mit Engelsflügeln. Die 22 Musiker und Sänger seiner „Gang“ sind zwischen 13 und 27 Jahre alt und hatten den Hit „Atemlos“ auf den Pfarrverband umgedichtet. Während die Sänger, begleitet von Pater Paul am Klavier und Fabian Kobeck am Cajun, auf der Bühne sangen, sorgten die Musiker auf der Empore für die instrumentale Untermalung. „Frischer Wind im Pfarrverband, in Taufkirchen tut sich allerhand“, lautete der Refrain, zu dem alle im Saal kräftig einstimmten.

Uli Pentek sang als Solistin über Bella, das süße, kleine Hündchen vom Pater, das ihn jetzt vor Einbrechern beschützt, oder die Gummibärchen-Leidenschaft des Diakons. Denn er liebt es „üppig, süffig, prall, süß und dick“.

Gegründet haben sich die KirchenRocker vergangenes Jahr aus der Firmgruppe, ein Firmprojekt quasi, auf Initiative von Pater Paul. Drei der vier Gründungsmitglieder sind noch dabei, darunter auch die 14-jährige Natalie Aul, die für den Bandnamen verantwortlich ist. Mit von der Partie sind auch die 27-jährigen Zwillinge Nicole und Constanze Maier, die Töchter von Mesner Robert Pilz, und Realschullehrer Kobeck. Immer wieder samstags wird im Pfarrheim geprobt. „Rockige Kirchenlieder“, erklären die Zwillinge. Pater Paul, der Klarinette studiert hat, unterrichtet sie.

Neben den KirchenRockern gab es noch weitere witzige Einlagen an diesem Abend, durch den Diakon Christian Marcon als Conférencier führte. Treffsicher und lustig thematisierten die Pfarrgemeinderätinnen Viktoria Petri, Martina Steinberger, Michaela Brandleger und Roswitha Schäffner einen bayerischen Männerstammtisch. Ein solcher spielt sich in fünf Phasen ab, die sich parallel zum Bierkonsum entwickeln: vom Aufwärmen und Warmreden über das Politisieren, etwa über die Kosten der Ortskernsanierung oder des Wasserschlosses, bis hin zur bierseligen Entspannung mit frauenfeindlichen Witzen und schließlich der schläfrigen Besinnung.

Auch die Wildecker Herzbuam (Mitglieder der kfd) traten auf, und die KLJB ließ ein „Rock me Pater Paul“ erklingen. Ein humorvolles Zwiegespräch steuerte der Theaterverein Hofkirchen bei, und die Walker-Damen des TSV hatten ein Knieballett einstudiert. Für eine Tanzeinlage sorgten die Flashlights und DJ Martin Weber für die Stimmungsmusik.

Birgit Lang

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