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Partnerschaftsverein Taufkirchen-West Chicago

Gegenbesuch nicht ganz einfach

„Wir haben es gern getan“, meinte Bernd Friedrich. Der Konrektor der Taufkirchener Realschule hatte 20 Schüler bei der ersten Schülerfahrt nach West Chicago begleitet und erstattete den Mitgliedern des Partnerschaftsvereins Taufkirchen West Chicago bei der Jahreshauptversammlung in Sovie´s Cafe (wir berichteten) darüber ausführlich Bericht.

Taufkirchen – Natürlich hatte er auch das T-Shirt übergestreift, das die Gruppe von den Mitgliedern des amerikanischen Sister City Comitees als Erinnerung erhalten hatte. „Wir wurden sehr positiv aufgenommen“, sagte Friedrich und dankte dem Taufkirchener Partnerschaftsverein für die Unterstützung. Unter anderem hatte der Verein eine Finanzspritze von knapp 1100 Euro geleistet. Den Schülern seien in erster Linie nur „Shoppingkosten“ entstanden, verriet er schmunzelnd. Auch seiner Kollegin, Nadine Mutlitz, zollte er Dank und Anerkennung („Sie hat sich sehr ins Zeug gelegt“), ebenso Petra Kuroschinski.

„Wie es in Zukunft mit dem Austausch ausschaut“, hänge sehr vom guten Kontakt zu den dortigen Lehrern ab. „Wir versuchen es aufs Gleis zu bringen“, meinte der Konrektor der Realschule. Ein Problem sei, dass über 50 Prozent der dortigen Bevölkerung Hispanics, also mexikanischer Abstammung seien. Der Anteil der Kinder sei noch höher, er liege 60 bis 70 Prozent. Die Hispanics würden ihre Ferien lieber in Mexico verbringen und nicht so leicht nach Europa oder Deutschland fahren, erklärte Friedrich. Auch müssten sie eher sparen, denn weiterführende Schulen in Amerika seien teuer. Ohne Stipendium müssten die Eltern diese Kosten stemmen. „Sie haben andere Sorgen.“ Ein weiteres Problem sei die Struktur der Schule, führte Friedrich weiter aus. Es gebe das Schoolboard, einen Superintendant, und den Direktor, der mehr Verwaltungsaufgaben zu erledigen habe. Zumindest stehe der Principal hinter der Sache. Umso wichtiger sei es deshalb, „dass wir dort Lehrer haben, die das Ganze unterstützen.“

Bedenken, die unter anderem Becky Hall, die Vorsitzende des Sister City Comitees hatte, konnte er zerstreuen. Friedrich erzählte, er habe ihr versichert, dass es für die Taufkirchener Realschule kein Problem sei, die Schüler unterzubringen und sie am Unterricht teilnehmen zu lassen. „Wir als Schule können ein Programm sicherlich stemmen.“ Wichtig sei ihm als Konrektor, dass dieser Austausch regelmäßig, möglichst alle zwei Jahre, durchgeführt werden könnte.

„Wir bohren weiter“, versprach ihm Dietrich Berk, Vorsitzender des Taufkirchener Partnerschaftsvereins, der seit über zehn Jahren einen Schüleraustausch auf der Agenda stehen hat.

Birgit Lang

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