Beate Uhse stellt Insolvenzantrag

Beate Uhse stellt Insolvenzantrag
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Bilanz gezogen hat Bürgermeister Franz Hofstetter. 

Bürgerversammlung Taufkirchen

Gemeinde investiert 31 Millionen Euro in die Bildung

Den mit 4,5 Millionen Euro niedrigsten Schuldenstand seit 2011 hat Bürgermeister Franz Hofstetter bei der Bürgerversammlung verkündet.

Von Birgit Lang

Taufkirchen –„Aber „die Schulden werden ab heuer wieder wachsen, weil wir das größte Bauvorhaben, das je in der Gemeinde Taufkirchen geplant war, realisieren wollen“, sagte er. Es handelt sich um den Neubau der Mittelschule und der Mehrzweckhalle, deren Kosten Hofstetter aktuell auf 31 Millionen Euro bezifferte.

Für das Jahr 2017 zog der Gemeindechef eine zufriedenstellende Bilanz. Das Haushaltsvolumen lag bei 28,3 Millionen Euro, davon 17,3 Millionen für die Verwaltungstätigkeit und 9,8 Millionen für Investitionen. „Schwerpunkt auf unserer Agenda sind immer Betreuung, Jugend, Kinder, Schulen und so weiter.“ Dafür gebe die Gemeinde im Vergleich zu anderen Kommen wesentlich mehr aus. 2017 wurden beispielsweise über 2,5 Millionen Euro für das inklusive Kinderhaus und über zwei Millionen Euro für das Eingangsgebäude beim Waldbad ausgegeben. Beides konnte aus den liquiden Mitteln bezahlt werden. Die Finanzierung konnte also auch 2017 ohne Kredite erfolgen.

Das Betriebsergebnis 2017 liegt laut Hofstetter bei 1,5 Millionen Euro freier Finanzmasse und 469 000 Euro an geleisteten Tilgungen. Es konnte also eine „schwarze Zahl geschrieben werden.“ Die Einnahmenseite entwickelte sich laut Hofstetter prächtig. Bei den Grundsteuern A und B wurden 126 000 Euro beziehungsweise 815 000 Euro eingenommen, an Gewerbesteuer 3,6 Millionen Euro und der Einkommensteueranteil lag bei 5,15 Millionen Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen in den vergangenen Jahren seien sehr gut gewesen, freute sich Hofstetter.

Auch die Einkommensteuer habe sich sehr gut entwickelt. Das hänge auch mit dem Einwohnerzuwachs zusammen. Die Schlüsselzuweisungen bekomme man vom Freistaat, sie lagen bei 911 000 Euro. An Kreisumlage mussten 4,3 Millionen abgeführt werden. Die Baugrundstücke würden über eine eigene Gesellschaft abgewickelt. Hofstetter nannte hier ein Darlehen für Baulandbeschaffung in Höhe von 1,3 Millionen Euro, dem Grundstückswerte von 5,1 Millionen gegenüberstünden sowie Kosten für weitere Geschäftsbesorgungsverträge mit der KommBau von 900 000 Euro. Die liquiden Mittel bezifferte er auf 503 000 Euro. Sie seien so wenig geworden, weil keine Kredite aufgenommen wurden.

Bei den Betriebsergebnissen hielt sich Hofstetter nicht lange auf. Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Volksfest arbeiteten kostendeckend. Ein Minus erwirtschaftet wurde laut Gemeindechef beim Bauhof (29 211 Euro), Bürgersaal (26 361 Euro), Friedhof (79 226 Euro), Gemeindekindergarten (272 619 Euro) und Waldbad (448 912 Euro).

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