Gemeinderat Taufkirchen

Grünes Licht für Kinderhaus in Vötting

Taufkirchen - 2,9 Millionen Euro will die Gemeinde Taufkirchen in den Neubau eines Kinderhauses im Taufkirchener Ortsteil Vötting investieren. Der Gemeinderat hat dem Neubau zugestimmt. 800 000 Euro Zuschuss werden erwartet.

„Wir sind im Zeitplan. Wir haben sehr gute Architektinnen und Projektanten“, sagte Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) zu Beginn der Sitzung am Dienstagabend im Gemeinderat. Das sei auch nötig, weil ein „zügiger Fortgang“ nötig sei. Ziel sei es, dass das neue Kinderhaus im Herbst 2017 fertig sein solle.

Architektin Annarose Rieger aus München und Landschaftsarchitektin Barbara Brenner aus Landshut stellten die Planung vor. Insgesamt soll Platz für 70 Kinder geschaffen werden in einer Integrations-, zwei Kindergarten- und einer Krippenguppe. Im Erdgeschoss soll die Kitagruppe mit zwölf Kindern und die in sich geschlossene heilpädagogische Gruppe mit acht Kinder aus dem gesamten östlichen Landkreis untergebracht werden. Die beiden Kindergartengruppen mit Mehrzweckraum und gemeinsamen Bad werden im Obergeschoss eingerichtet.

Ob es auch einen Aufenthaltsraum für Eltern gebe, wollte CSU-Rätin Anneliese Mayer wissen. Dieser ist laut Planerin im großen Eingangsbereich mit 90 Quadratmetern vorgesehen. Hier könnten an Sitzecken offene Gespräche und im Leitungsraum geschützte Gespräche geführt werden. Das vorgesehene Flachdach kritisierte Peter Attenhauser (Rep). Rieger argumentierte, dass damit weniger Raum beheizt werden müsse. Das Dach werde zudem leicht abgeschrägt, mit Heißbitumen vollständig versiegelt und begrünt, um eine weiter Schutzschicht zu erhalten. Das Wasser könne dort nicht stehen, wie es in der Vergangenheit oft bei anderen Flachdächer gewesen sei. „Seit Januar sind wir in der Entwurfsplanung.“ Planung und Brandschutz seien mit dem Landratsamt abgestimmt. Die Baueingabe müsse noch im März rausgehen. Farbgestaltung und -akzente werden später festgesetzt. Spätestens Anfang April soll die Ausschreibung des ersten Pakets erfolgen.

Erschlossen wird das Kinderhaus laut Landschaftsarchitektin Brunner über die Straße zum neuen Wohngebiet, dort und an der Vöttinger Straße würden insgesamt 27 Stellplätze sowie eine Bushaltestelle entstehen. Die große Eingangsfläche des Kinderhauses werde behindertengerecht und repräsentativ gestaltet. Der Höhenunterschied werde durch eine Böschung abgefangen, die mit Spielgeräten, wie Rutsche, Steg oder Häuschen versehen werde.

Beheizt wird das Kinderhaus durch eine Nahwärmetrasse, die von der Mittelschule her verlegt werde, führte Volker Rellinghausen aus, der Heizung, Lüftung und Sanitär plant. „Das ist eine gute Lösung, weil die Biogas-Kraftwärmekopplung genutzt werden soll.“ Die elektrische Ausstattung soll konventionell und mit relativ wenig Platzbedarf erfolgen, erörterte Elektro-Projektant Hans-Markus Ossner. Größtenteils werden LED-Leuchten und eine abgespeckte Sicherheitsbeleuchtung eingesetzt. Zudem soll eine hausinterne Brandmeldeanlage, eine Blitzschutzanlage sowie ein barrierefreier Aufzug in das Gebäude eingebaut werden. Diese Gewerke werden gesplittet und in vier separaten Ausschreibungen durchgeführt.

Birgit Lang

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