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Über den neuen Bus freuen sich (v. l.): Bürgermeister Franz Hofstetter, Busfahrerin Eleni Scheidl, MGH-Mitarbeiterin Katharina Gaigl, MGH-Leiterin Alexandra Myhsok, sowie die Mittagstisch-Organisatorinnen Mathilde Pfeuffer und Theresia Weinert.

Neuer Service im Mehrgenerationenhaus Taufkirchen

Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren

Mittagessen als Gemeinschaftserlebnis: Für ältere, alleinstehende Menschen ist das oft sehr wichtig. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Taufkirchen wird ein Seniorenmittagstisch jetzt auch mit Hol- und Bring-Service angeboten.

Taufkirchen Das Thema Inklusion wird in der Gemeinde Taufkirchen vielfältig bearbeitet und gelebt, von der Gemeinde, Organisationen und im MGH. Bei einem Pressegespräch haben die Einrichtungsleitung und Bürgermeister Franz Hofstetter Neuerungen vorgestellt.

Das MGH ist eine lokale, kommunale Einrichtung unter der Trägerschaft des Sozialverbands Caritas. Mit den zahlreichen generationenübergreifenden Projekten und wirksamen Beiträgen zur Inklusion hat dieses Haus bundes- und landesweit viel Beachtung gefunden. „Die Angebote des MGH entwickeln sich ständig“, erklärte Hofstetter. Damit werde in Taufkirchen ein dichtes, soziales Netz für Jung und Alt geschaffen, das von einem großen bürgerschaftlichen Engagement begleitet wird.

Hofstetter, Förderer und Antreiber in Sachen gelebte Inklusion, betonte, dies funktioniere nicht mit theoretischen Gedanken, sondern lebe „vom Tun und Handeln. Da passiert im Mehrgenerationenhaus sehr viel.“

Nur ein Punkt sei der Seniorenmittagstisch. Gerade für ältere Menschen die alleine sind, sei das Essen miteinander wichtig. Besonderes Lob vom Bürgermeister gab es da für die Helferinnen Mathilde Pfeuffer und Theresia Weinert. Sie organisieren den Mittagstisch einmal wöchentlich.

Neu ist jetzt ein Kleinbus, der dem MGH zur Verfügung steht, berichtete Leiterin Alexandra Myhsok. Der werde auch genützt, um Senioren zuhause abzuholen, die nicht mehr selbstständig zur wöchentlichen Mittagsrunde kommen können. Busfahrerin Eleni Scheidl bietet einen besonderen Service und ist den älteren Leuten behilflich, in den Bus zu kommen, obwohl sie das nicht müsste. Eine Dame die sich mit dem Gehen sehr schwertue, wohne im oberen Stock. Aufzug gebe es keinen: „Da helfe ich halt mal.“ Die Senioren hätten eine so große Freude, „wenn sie mal für ein paar Stunden aus ihrer Wohnung kommen“.

Etwa zehn bis zwölf ältere Bürger kommen regelmäßig zum Seniorenmittagstisch. Werbung werde nur durch Mund zu Mund Propaganda gemacht. „Wir wollen auch keine Konkurrenz zu örtlichen Gastronomie sein“, betonte Hofstetter. Das Mittagessen sei nur ein spezielles Angebot unter vielen in der Gemeinde. Für einige sei der gemütliche Ratsch fast wichtiger als das Essen. Und danach bleibt man noch zusammen beim Kartenspielen, währen die Kindergartenkinder durch den Raum sausen. Der Bus-Service sei eine „ganz tolle Sache, besonders im Winter“, freute sich der Gemeindechef.

Hermann Weingartner

In der Gesprächsrunde wollten dann Pfeuffer und Weinert vom Bürgermeister noch wissen, ob denn in Taufkirchen „Betreutes Wohnen“ kommen werde. Hofstetter sagte, da sein „man konkret dran“. Ein Grundstück habe man schon in Aussicht. Derzeit werde mit den Anliegern gesprochen.

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