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Der neue Vorstand der Verkehrswacht (v. l.): Heinrich Holbl (Schatzmeister), Gerd Müller (Vorsitzender), Bernadette Hilger (Schriftführerin) und Horst Friedrich (2. Vorsitzender).

Ortsverkehrswacht Taufkirchen

Gerd Müller bleibt oberster Wächter

Die Ortsverkehrswacht in Taufkirchen hat einen neuen Vorstand gewählt. An der Spitze bleibt Gerd Müller. Thema bei der Jahreshauptversammlung waren auch rücksichtslose Radler.

Taufkirchen 2200 bunte Ostereier und Infomaterial hatten Mitglieder der Ortsverkehrwacht Taufkirchen im vergangenen Jahr an einer Kreuzung mitten im Ort an Autofahrer verteilt. „Die Aktion am Ostersonntag kam so gut an, dass mancher an diesem Tag sogar öfter über diese Kreuzung musste“, erklärte Ortsvorsitzender Gerd Müller schmunzelnd bei der Jahreshauptversammlung beim Wagnerwirt in Taufkirchen. Weil die Sache einen so guten Anklang fand, wolle man auch in diesem Jahr wieder Eier verteilen.

In seinem Rechenschaftsbericht nannte Müller auch das Go-Kart-Fahren und den Besuch der Allianz-Arena mit den Schülerlotsen als gelungene Events, die in diesem Jahr wiederholt werden sollen.

2016 hatten die Taufkirchener Verkehrswächter ohnehin einiges auf dem Programm, das eine gute Resonanz fand, darunter ein Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier mit den Viertklässlern. Müller lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, mit deren Vertretern es bei sechs Vor-Ort-Terminen eine konstruktive Zusammenarbeit bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit gegeben habe.

Bei Problemen, die künftig noch angegangen werden müssen, sprach Müller die mangelnde Disziplin mancher Radfahrer an, die auf den Gehsteigen rücksichtslos Fußgänger gefährdeten. „Bei einigen jungen Leuten ist eine Hemmschwelle nicht mehr erkennbar“, sagte der Vereinsvorsitzende und erinnerte daran, dass nur Kinder bis zehn Jahren in Begleitung auf den Fußwegen fahren dürfen.

Schatzmeister Heinrich Holbl legte in seinem Kassenbericht dar, dass der Taufkirchener Verein im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet habe: Bei einem Plus von 17 441 Euro zu Jahresbeginn, Einnahmen von 11 287 Euro und Ausgaben von 9965 Euro waren am Jahresende 18 763 Euro in der Kasse und somit 1322 Euro mehr als im Januar 2016.

Haupttagesordnungspunkt der Versammlung war die Neuwahl des Vorstands, bei der Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter die Wahlleitung übernahm. Die neue Führungsriege ist fast die alte: Geblieben sind Gerd Müller als Vorsitzender, Horst Friedrich als Stellvertreter und Heinrich Holbl als Schatzmeister. Abgelöst wurde Michaela Brandlmeier als Schriftführerin. Diesen Posten übernahm Bernadette Hilger. Geändert hat sich die Anzahl der Beiräte – aus vormals zwölf wurden 16.

Bürgermeister Hofstetter ließ die Gelegenheit nicht aus, einen kurzen Zwischenstand zur geplanten Ortsumfahrung mitzuteilen. „Die Finanzierung steht“, erklärte der Rathauschef. Einen konkreten Termin für den Baubeginn gäbe es aber noch nicht, da die Grundstücksverhandlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Als Gastredner war Apotheker Franz Stuckenberger eingeladen, der die etwa 30 Anwesenden über die Risiken von Medikamenten am Steuer aufklärte. Von etwa 2,6 Millionen Verkehrsunfällen pro Jahr in Deutschland seien etwa zehn Prozent auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen, erklärte Stuckenberger.

Eine Gefahr bestehe unter anderem bei einem schlecht eingestellten Diabetiker. Bei Über- oder Unterzucker steige das Unfallrisiko bereits um 60 Prozent, bei der Einnahme von Neuroleptika oder Antidepressiva um bis zu 75 Prozent. Ganz gefährlich wären Schlaf- oder Beruhigungsmittel, die je nach Präparat erst nach sechs bis 72 Stunden vom Körper vollständig abgebaut werden. „Es kann sein, dass man sich nach ein paar Stunden fit genug zum Autofahren fühlt, es aber bei weitem noch nicht ist“, warnte der Apotheker. Er erinnerte noch einmal daran, dass jeder selbst dafür verantwortlich sei, ob er sich hinters Steuer setzt oder nicht. Vorsicht sei selbst bei scheinbar harmlosen Mitteln wie Medikamenten gegen Reiseübelkeit, Hustenstillern oder Nasenspray geboten. Hier empfehle es sich, lieber einmal mehr in den Beipackzettel zu schauen oder sich vom Arzt oder Apotheker beraten zu lassen. Auch die Einnahme von manchen Medikamenten zusammen mit Alkohol sei kritisch zu betrachten, da die gleichen Leberenzyme für den Abbau zuständig seien. Das verlängere von beiden Stoffen die Wirkdauer.

Henry Dinger

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