Haushalt Taufkirchen

Gewerbesteuer-Quelle sprudelt ergiebig

Taufkirchen - Der Taufkirchener Haushalt ist voll im schwarzen Bereich. Die Gemeinde kann sogar das Wasserschloss ohne Kreditaufnahme kaufen. Möglich wird dies durch unerwartet hohe Gewerbesteuereinnahmen.

 „Der Haushalt 2016 läuft besser als geplant, so dass die Gemeinde das Wasserschloss ohne Kreditaufnahme erwerben kann.“ Mit diesem Satz informierte ein zufrieden dreinblickender Kämmerer Fritz Krieg den Gemeinderat bei der Halbjahresbilanz des Haushaltes. Bei den meisten Einnahmen liege die Kommune zwischen 49 und 51 Prozent des Ansatzes, sagte er. Die größten Posten bei den Gesamteinnahmen machen die Gewerbe- und die Einkommensteuer aus. Bei der Gewerbesteuer läuft es laut Krieg „ausgezeichnet“. Hier sind schon jetzt knapp 70 Prozent eingegangen. Bei der Einkommensteuer ist man mit rund 2,5 Millionen Euro voll im Soll.

Nicht so gut sieht es in Taufkirchen dagegen bislang mit der Grunderwerbsteuer aus. Sie war mit 150 000 Euro deutlich höher angesetzt worden. Hier habe die Gemeinde aber erst knapp 37 Prozent erreicht. „Die 150 000 Euro werden wahrscheinlich nicht erreichbar sein“, meinte Krieg.

Die wichtigsten Einnahmen wurden mit zehn Millionen Euro angesetzt, 5,6 Millionen seien bis dato schon eingegangen. Separat stellte der Kämmerer das Waldbad heraus. Hier sehe es auch relativ gut aus. Trotz der Wetterkapriolen seien bis Mitte Juli schon über 90 000 Euro an Eintrittsgeldern eingenommen worden und der Ansatz sei damit bis dato zu 60 Prozent erfüllt. Das Rekordergebnis von 2015 werde nicht erreicht, aber die kalkulierten 150 000 Euro sollten es schon werden, sofern das Wetter in den Ferien einigermaßen passe.

Der größte Ausgabenposten ist die Gewerbesteuerumlage, die mit 604 000 Euro kalkuliert ist. Bisher wurden schon rund 37 Prozent überwiesen. Auch bei der geplanten Tilgung von 467 000 Euro sei schon ein bisschen mehr als die Hälfte geleistet worden. Von den geplanten Investitionen in Höhe von über 3,7 Millionen Euro wurden knapp 1,8 Millionen Euro bereits getätigt. Beim Breitbandausbau seien es 688 000 Euro und damit 101 Prozent des Ansatzes. Beim Waldbadgebäude seien bislang erst knappe zehn Prozent des Ansatzes ausgegeben. Der Grund: Die meisten Baumaßnahmen werden erst in den nächsten Monaten in Angriff genommen.

Der Schuldenstand bewegt sich nach unten. Dieser werde unter Berücksichtigung der Tilgung von über 467 000 Euro auf 4,9 Millionen Euro hinauslaufen, schätzt Krieg. 2011 betrug die Verschuldung der Gemeinde noch 7,8 Millionen Euro.

„Auch beim Bauland tut sich wieder was in Taufkirchen“, sagte Krieg. Die Summe der Darlehen sei von zwei Millionen Euro im Vorjahr auf fünf Millionen Euro dieses Jahr gestiegen. Allerdings stünden dem fast zehn Millionen Euro an Grundstückswerten gegenüber: „Also ist wesentlich mehr Vermögen als Schulden da.“

Birgit Lang

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