Geht in Pension: Rektor Josef Hofstetter. Foto: Lang

Rektor Hofstetter in Pension

Großartiges geschaffen

Taufkirchen - 40 Jahre Lehrer, davon 35 Jahre in Taufkirchen – Diese Bilanz kann Josef Hofstetter ziehen. Jetzt geht der Rektor der Mittelschule in Pension.

Hofstetter geht „mit gutem Gewissen“, wie er sagt. Denn er hinterlässt mit Adi Geyer einen bekannten und bewährten Lehrer als Nachfolger sowie ein äußerst engagiertes Kollegium. 15 Jahre lang leitete Hofstetter die Mittelschule. In seiner Amtszeit wurden der M-Zug und die Ganztagesklassen eingeführt. „Momentan sind wir dabei eine Inklusionsschule zu werden.“ Auch das wurde unter seiner Ägide noch in die Wege geleitet.

Die große Umbauphase des Schulhauses, das aus den 60er und 70er Jahren stammt, hat er ebenso aktiv begleitet. Vor allem der C-Bau habe ihn in den vergangenen Jahren beschäftigt. Durch die gute und enge Zusammenarbeit mit Bürgermeister Franz Hofstetter war es ihm möglich, eigene Ideen schon in der Planungsphase einzubringen. „Ich habe mich dafür eingesetzt, dass ein schulgerechtes Gebäude entsteht, wo Schüler und Lehrer vernünftig arbeiten können.“ Das ist gelungen. Heute ist die Mittelschule eine der modernsten Einrichtungen der Region.

Seine Affinität zu neuen Medien war dabei bestimmt förderlich. Denn Hofstetter war schon in frühen Jahren Informatik-Fachberater, erstellte 1997 die erste Schul- und gleichzeitig die Hohenpoldinger Gemeinde-Homepage. Bis vor zwei Jahren war noch dafür zuständig. „Das Wohl des einzelnen Schülers lag ihm besonders am Herzen. „Sie sollen sich wohlfühlen. Das Umfeld muss stimmen, dass man überhaupt lernen kann.“ Deshalb habe er dafür gesorgt, dass das Umfeld stimme.

Das war nicht immer einfach. Denn bedingt durch die nahe Lage Taufkirchens an Niederbayern und die Oberpfalz ist ein hoher Lehrerwechsel die Folge.

Hofstetter kam in Taufkirchen bei der Hebamme Weiher zur Welt und wuchs in Hohenpolding auf, wo sein Elternhaus stand. Nach dem Abitur studierte er an der LMU in München Lehramt. 1976 übernahm er seine erste Stellung im Landkreis Mühldorf, wo er fünf Jahre arbeitete. Dann wechselte er nach Taufkirchen. Während seiner gesamten Berufszeit war Hofstetter aktives Mitglied beim Bayerischen Lehrer und Lehrerinnen Verband (BLLV), davon zwölf Jahre, von 1993 bis 2005, Kreisvorsitzender und aus dieser Funktion heraus Personalratsvorsitzender für die Lehrer des Landkreises Erding von 1999 bis heute. Auch politisch engagierte er sich 30 Jahre lang. Von 1984 bis 2014 war er Gemeinderat in seinem Heimatort Hohenpolding. Anfangs als Sportreferent hat er mit geholfen, mühsam das neue Sportgelände in Loiting zu realisieren. Später war er jahrelang Schulreferent. „Es war eine schöne Zeit unter Bayerstorfer, wo wirklich viel gegangen ist.“

Auf seine Pension freut er sich schon. Vor zwei Jahren hat er sein Haus in Hohenpolding verkauft und ist nach Erding umgezogen, wo seine Tochter lebt. „Meine Enkelkinder warten schon auf mich“, sagt der zweifache Vater. Am Mittwoch, 27. Juli, bereiten ihm seine Kollegen ein großes Abschiedsfest im Taufkirchener Bürgersaal.

Birgit Lang

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