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Schmerzende Blessuren vom Fensterln verschweigt der Bürgermeister (r., Christian Purainer) lieber vor seiner Frau (Heidi Leipfinger) und Tochter (Kristina Leipfinger). 

Theater in Gebensbach

Der Hahn rührt zu Lachtränen

Gebensbach - Viel gelacht haben die Zuschauer bei den ersten beiden Aufführungen der Theatergruppe des Volkstracht-Erhaltungs-Verein „d’ Vilstaler Gebensbach“. Die Laienspieler bringen herzerfrischend die ländliche Bauernkomödie „Wenn der Hahn kräht“ von August Hinrichs auf die Bühne.

Auch Landrat Martin Bayerstorfer mit Familie und die treuen Stammgäste aus der Behinderteneinrichtung in Höhenberg und Giglberg amüsierten sich am Sonntagnachmittag im Vereinsheim prächtig bei dem kurzweiligen Dreiakter. Nicht selten wird aus einer Bagatelle schnell mehr und in dem Stück sogar ein lustiger Kriminalfall mit vielen heiteren Dialogen zum Tränen lachen. Los geht es auf dem Hof des schlitzohrigen Bürgermeisters Kreißlmeier (Christian Purainer), der beim ersten Hahnenschrei arg lädiert und ziemlich „voll“ nachhause gekommen ist. Am Morgen leidet er noch schwer im Kopf und am Gesäß an den Folgen der Sauferei und einer unerkannten Mistgabelattacke beim Versuch zu „fensterln“. Seine Frau Franziska (Heidi Leipfinger) vermutet beim Frühstück: „Habt’s wieda a Vollversammlung g’habt?“ Und auch ein mysteriöser Fußabdruck in ihrem Rosenbeet unter dem Fenster der Tochter Leni (Kristina Leipfinger) beunruhigt die Bürgermeistersfrau.

Frühaufsteher Knecht Martl (Josef Aigner) hat all die Vorgänge auf dem Bürgermeisterhof im Morgengrauen genau beobachtet. Der Leni springt er bei, damit die Liebelei der Tochter mit dem neuen, ungeliebten Tierarzt (Stefan Liebl) nicht gleich aufkommt. Auch dem Bürgermeister hilft er gegen entsprechendes „Schweigegeld“ seine nächtlichen Eskapaden zu vertuschen. Leider hat das Dorfoberhaupt beim Versuch mitten in der Nacht, sein Glück bei der Tochter des Schneiders (Hans Purainer) zu versuchen, einen Stiefel und einen Knopf verloren. Der Corpus Delikti wird dann von der Schneidersgattin Trudl (Maria Galler) gefunden. Die erfindet einen dreisten Einbruch und übergibt die Beweise empört ausgerechnet dem Bürgermeister.

Da nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und einen verhängnisvollen Verlauf, als Kommissar Kronberger (Markus Aigner) und der diensteifrige Wachtmeister Stimpfl (Werner Aigner) die polizeiliche Untersuchung aufnehmen. Sie haben es nicht leicht zu ermitteln, denn keiner der Beteiligten rückt mit der Wahrheit heraus.

Wer Lust hat, herzhaft zu lachen und genau wissen will, wie die Geschichte ausgeht hat dazu noch Gelegenheit bei den weiteren Aufführungen am Freitag/Samstag, 4./5. März, jeweils um 20 Uhr. Kartenvorbestellungen sind wochentags möglich von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr bei Mooshofers Küchen unter Tel. (0 80 84) 82 50.

Hermann Weingartner

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