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Den Jägern des Hegerings Taufkirchen ist es sehr ernst mit der Rehkitz-Rettung via Drohne. Deshalb haben sie einen Verein gegründet mit dem Ziel: Förderung des Tierschutzes (Symbolbild)

Hegering Taufkirchen will Drohne anschaffen

Jäger brauchen Geld für Rehkitz-Rettung

Den Jägern des Hegerings Taufkirchen ist es sehr ernst mit der Rehkitz-Rettung via Drohne. Deshalb haben sie einen Verein gegründet mit dem Ziel: Förderung des Tierschutzes.

Moosen 35 Jäger waren zur Mitgliederversammlung des Hegerings gekommen. Dabei stellte Nicole Anzinger die Funktionsweise einer Tierretter-Drohne vor. Um diese zu kaufen, hat der Leiter des Hegerings, Rudi Hamberger, bereits im vergangenen Dezember einen Spendenaufruf gestartet – gemeinsam mit den Jägern aus den Revieren Taufkirchen, Hofkirchen, Inning, Steinkirchen, Kirchberg, Sulding, Hohenpolding, Wambach Moosen und Gebensbach. Schließlich kostet der Flugroboter mit Wärmebildkamera viel Geld. Aber: Die Jäger wollen damit eine schnelle und effiziente Suche nach Rehkitzen in den Wiesen – unmittelbar vor der Mahd – ermöglichen. Knapp 2000 Euro kamen durch den Aufruf schon zusammen.

Weitere 2000 Euro würden noch gebraucht, erklärte Hamberger bei der Informationsveranstaltung im Gasthaus Zuhr in Moosen: „Die Hälfte der Kosten haben wir praktisch schon.“ Auch die Jäger beteiligen sich am Spendenaufruf, und Hamberger ging mit gutem Beispiel voran: „Ich gebe 200 Euro. Bestenfalls können wir im Mai schon mit der ersten Drohne fliegen. Wenn nicht, dann vielleicht nächstes Jahr.“ Um den Kitzen in allen Revieren des Hegerings zu helfen, wäre das Ziel der Jäger, vier Drohnen anzuschaffen.

Dafür wurde der Verein „Kitzrettung Hegering Taufkirchen“ gegründet – letzterer ist bereits als gemeinnützig anerkannt worden. Damit könnten Spendenquittungen ausgestellt werden. „Alle können wir nicht retten, aber mit einer oder bestenfalls mehreren Drohnen ist vieles möglich“, sagte Hamberger. Wenn in den Revieren künftig eine Vielzahl von Kitzen gerettet würde, dann sei dies ein immenser Wert für die Natur – und für die Jäger ein unbeschreibliches Glücksgefühl, gesunde Kitze aus der Wiese zu tragen und nicht verstümmelte Kadaver.

Flugroboter für gesunde Bambis: Nicole Anzinger stellt den Jägern des Hegerings Taufkirchen die Funktionsweise der Tierretter-Drohne vor. 

Bei der Versammlung referierte Nicole Anzinger, ihres Zeichens Jägerin, Falknerin und Imkerin, über die Drohnen. Sie sprach über deren Technik, Ausstattung, Kosten und Zulassungsvoraussetzungen. Seit zweieinhalb Jahren ist die Freisingerin in der Rehkitzrettung unterwegs, bis dato übernimmt sie diese Aufgabe noch kostenlos. Sie betonte, dass die Suche nach Rehkitzen via Drohne mit Wärme- und Farbbildkamera nicht bloß in den frühen Morgenstunden, sondern den ganzen Tag möglich sei.

Zu den Anschaffungskosten: 5700 Euro kostet die Minimalausstattung einer Drohne mit zwölf Akkus für vier Stunden Flug. Anzinger empfahl allerdings eine Grundausstattung mit erforderlichen Bescheinigungen, Ersatzteilen und Zubehör für 8000 Euro: „Dann ist man relativ schnell einsatzbereit.“ Bei optimalen Bedingungen können die Jäger mit dieser Drohne 25 Minuten lang drei Meter nach oben und höher fliegen. Vier bis fünf Hektar könnten in 15 Minuten Flugzeit abgesucht werden. Außerdem sei für den Einsatz unbedingt notwendig: ein Drohnenpiloten- und Versicherungsschein, eine Betriebserlaubnis sowie Ausnahmegenehmigungen.

Hilfe für die Rehkitze

Wer den Hegering unterstützen möchte, kann dies tun unter der Spendenadresse: Aktion Kitzrettung, IBAN: DE 95 7016 9566 0002 5466 63.

Birgit Lang

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