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Es gibt kein schlechtes Wetter: Gut ausgerüstet ist die Reitergruppe auf dem Hof von Resi und Korbinian Hierl in Bach angekommen.

Ferienprogramm

Hoch zu Ross durch zwei Landkreise

Sie scheuen weder Wind noch Regen: Vier Wochen wird Gisela Dinauer aus Hohenkammer mit ihrem „The Horse Project“ in den Landkreisen Erding und Freising unterwegs sein. Auf ihrem Wanderritt begleiten sie 30 Kinder und Jugendliche ihrer Reitschule „Lucky Horse Ranch“.

BachSie scheuen weder Wind noch Regen und hatten bis dato Glück, weil es die meiste Zeit Sonnenschein und herrlichstes Sommerwetter gab. In den letzten Tagen hatte Petrus allerdings kein Einsehen. Als Gisela Dinauer mit ihrem „The Horse Project“ in Bach bei Geislbach einen Stopp machte, kamen Reiter und Begleiter verhüllt in lange Regenmäntel und Regenkappen.

Dinauers neun Pferde durften auf der Weide von Resi und Korbinian Hierl grasen, während die Projekt-Organisatorin mit ihren Reitschülern in einer kleinen Hütte nächtigte. Der Holzofen wurde kräftig eingeheizt, damit sich alle wieder nach dem nassen Ritt vom Loaner Weiher hierher aufwärmen könnten.

In Lain am Erlensee verlebte die Gruppe 14 herrliche Bade- und Reittage auf dem Campingplatz der Familie Heider. Hier durfte sie sogar in einem Fass schlafen, was die Kinder besonders spannend fanden. Ebenso war es auf dem Weg nach Lain, als sie zu zehnt in einem Zeltwagen schliefen. Die Heiders sind alte Bekannte von Dinauer, die nur ein paar hundert Meter vom Loaner Weiher entfernt, in Thal, drei Jahre lang mit Gleichgesinnten und natürlich ihren Pferden auf einem Hof lebte. „Ich bin einfach vorbeigefahren und habe gefragt, ob wir hier bleiben können“, erzählt sie. Und natürlich waren sie willkommen. Auch Tom Rable, der neue Eigentümer des damals gemieteten Hofes, ließ die Pferde gerne in seine Koppel rein. Ebenso war es bei den Hierls.

Die Kinder und Jugendlichen bleiben immer nur zwischen zwei und fünf Tagen bei der Reitgruppe dabei, dann wird wieder gewechselt. „Es ist ein einmaliges Erlebnis, auf dem Rücken der Pferde die Heimat zu erkunden“, weiß Dinauer. Auch direkt neben der Isar, wo die sieben- bis 20-jährigen Pferdeliebhaber auch mal in den Fluss reiten durften, wurde genächtigt. Das Gepäck müssen die Teilnehmer aber nicht auf ihren Pferden mitnehmen. Es wird mit Autos angeliefert.

„Bisher ist uns kein einziger anderer Reiter begegnet, nur Hasen und Rehe“, stellt Dinauer erstaunt fest. Geritten wird nur auf Feld- und Kleinstraßen, insgesamt werden es rund 200 Kilometer sein, schätzt sie. Solche Wanderritte gibt es in der ganzen Region nicht, sagt sie.

Auf dem Heimritt nach Hohenkammer werden die Pferdefreunde auch noch in Kirchberg beim Picker Toni einkehren – ebenfalls ein alter Dinauer-Spezl. Während des ganzen Ferienprogramms ihres Reiterhofs ist auch Maxl mit dabei. Der freundliche, vier Monate alte Labrador-Mischling erfreut die ganze Truppe. In ihn habe sie sich auf dem Deutinger-Hof bei Niederstraubing verschaut, erzählt Dinauer. Sie durfte ihn auch gleich behalten. Denn Landwirt Hans Schweiger war es wichtig, dass der Welpe in gute Hände kommt. Und Auslauf hat der Maxl bei Dinauer bestimmt mehr als genug.

Birgit Lang

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