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Treue Mitglieder: Moosens Vorsitzender Erhard Weiher (l.) und Kreisvorsitzende Brigitte Murla (r.) ehrten (ab 2. v. l.) Marianne Häring, Simon Holzner, Karin Fellermayer und Adolf Dirsch.

Gartenbauverein Moosen

Das Hochbeet steht im Mittelpunkt

Viel gelacht wurde bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Moosen im Gasthaus Häring. Immer wieder kommentierte einer der Anwesenden mit einem lockeren Spruch die besprochenen Themen.

Hubenstein – Vorsitzender Erhard Weiher informierte kurz über das vergangene Jahr und freute sich, dass die Kreisherbstversammlung in Moosen am 7. November ausgerichtet wird. Außerdem kündigte er einen Arbeitseinsatz im Obstlehrgarten St. Wolfgang an. Dann gab er an Kassier Andreas Orthuber weiter. Die Beitragserhöhung im Vorjahr auf 22 Euro sei erfolgreich gewesen, meinte er: „Den Kassenstand haben wir erhöht.“ Wem die 22 Euro Jahresbeitrag zu viel seien, dem schlug er vor, seinen Partner mit ins Boot zu holen. „Der kostet sechs Euro, dann sind es pro Person nur 14 Euro“, rechnete er schmunzelnd hoch. Auch freute sich Orthuber: „Wir haben es heuer wieder auf 110 Mitglieder geschafft“, fünf mehr als im Vorjahr. Nach der Versammlung waren es sogar 111, weil sich ein Anwesender aufgrund des „günstigen Partnerschaftsvertrags“ von seiner Frau davon überzeugen hatte lassen, dem Verein beizutreten. Die Finanzen des Gartenbauvereins seien so stabil, dass „wir auch mal Veranstaltungen über das schlichte Gespräch hinaus mit Vorträgen aufwerten“ können.

Dies war bei der Versammlung der Fall. Theresia Krimmer aus Au in der Halletau referierte über Hochbeete. „Das Thema ist der Renner“, meinte sie und listete die vielen Vorteile auf. Vor allem bei Rücken- und Hüftproblemen sei ein Hochbeet unverzichtbar, damit man weiter sein Gartenparadies pflegen könne. „Wenn man wenig Zeit und Platz hat, kann man aus seinem Hochbeet ganz viel aus dem Garten rausholen, weil ein Hochbeet mehr Ertrag bringt und weniger Arbeit macht.“ Es sei durchlässig und warm, der Pilz- und Schneckenbefall wesentlich geringer als bei Flachbeeten, und man müsse nicht so „pingelig“ mit der Fruchtfolge sein. Allerdings brauche man viel Erde, müsse „viel, viel mehr gießen“ und es sei teuer, wenn man es kaufe. Aufgestellt werden sollte es am sonnigsten Platz nah an der Küche, mit der schmalen Seite nach Süden. Konische Bauweise sei zu empfehlen. Hasendraht sollte zum Schutz vor Wühlmäusen unten rein, das Holz innen am besten mit Noppenfolie geschützt werden, damit es nicht so schnell verrotte. Krimmer gab noch Tipps, wie ein Hochbeet gefüllt werden sollte und welche Varianten es im Handel zu kaufen gibt.

Nach dem anschaulichen Vortrag ehrten Weiher und Brigitte Murla, die Vorsitzende des Kreisverbandes Gartenbau, sechs Mitglieder für 30-jährige Vereinszugehörigkeit. Adolf Dirschl, Simon Holzer, Marianne Häring und Karin Fellermayer erhielten eine Urkunde, eine Anstecknadel und ein Primeltöpfchen. Konrad Hinterwimmer und Maria Seidl wird alles nachgereicht, weil sie nicht anwesend waren.

Orthuber informierte noch über den Ausflug zur Landesgartenschau nach Pfaffenhofen am 2. August und über die neue Vereinsleiter, die zum Schneiden von Obstbäumen angeschafft wurde. Mitgliedern könnten sie kostenlos ausleihen. Nicht-Mitglieder auch, müssten dafür aber 22 Euro bezahlen, so viel wie der Jahresbeitrag sei. Die Leiter sei zusammensteckbar, „wunderbar im Auto zu transportieren“ und in verschiedenen Höhen zu nutzen, erklärte er begeistert und veranschaulichte dies an einem kurzen, mitgebrachten Teilstück. Ein Anwesender räsonierte unter großem Gelächter: „Sie ist also auch für Hochbeete geeignet.“ Birgit Lang

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