Taufkirchen gedeiht und wächst prächtig, berichtete Bürgermeister Franz Hofstetter (l.) den Besuchern der Bürgerversammlung im Bürgersaal. Foto: Weingartner

Bürgerversammlung

Hofstetter: Es läuft gut in Taufkirchen

Taufkirchen - Eine durchwegs positive Jahresbilanz hat Bürgermeister Franz Hofstetter in der Taufkirchener Bürgerversammlung mit Zahlen und Daten belegt. Die Finanzen stimmen, die Steuern sprudeln, die Kommune wächst und der Gemeinderat arbeitet harmonisch.

Mit rund 150 Besuchern im Bürgersaal lag das Bürgerinteresse heuer deutlich unter dem Letztjahresniveau (2015 rund 230). Das lag wohl auch an den Bürgerworkshops und der Bürgerversammlung zum Wasserschloss, die vor Kurzem abgehalten wurden. Nach dem Vortrag des Bürgermeisters hatten die Bürger keine nennenswerten Beiträge, Fragen oder gar Kritik.

Es läuft eben gut in Vilsgemeinde, hatte Hofstetter glaubhaft berichten können. So hat die Gemeinde heuer die 10 000er Einwohnermarke geknackt. Anfang November wohnten 10 133 in der Gemeinde, davon 6004 in Taufkirchen und 940 in Moosen. Der Ausländeranteil ist von 1120 auf 1270 angestiegen. Erfreulich seien „erheblich“ mehr Geburten mit 93 neuen Erdenbürgern (2015 waren es 81), sagte Hofstetter. Den Rekordzuzug von 820 Personen 2015 wird heuer bei aktuell 711 Zuzügen nicht mehr erreicht.

Seit 2010 gab es kontinuierlich weniger Sterbefälle. Die Zahl ist von 118 auf jetzt 90 gesunken. Und sogar die Scheidungen sind von 47 (2014) auf 26 zurückgegangen.

Stolz verkündete Hofstetter die guten Daten zur wirtschaftlichen Lage und den Finanzen. Dafür gab es den Dank an die örtlichen Firmen, besonders für Himolla und die kbo-Isar-Amper-Klinik als die mit Abstand größten Arbeitgeber. In der Liga der „Flughafen“-Gemeinden oder Erding „können wir nicht mithalten“. Mit einer kontinuierlich auf jetzt insgesamt 3247 gestiegenen Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen (2006: 2545) sei man im Landkreis jetzt auf Platz vier, schätzte Hofstetter. Für eine kleine Gemeinde wie Taufkirchen sei das „beachtlich“. Die Finanzen stehen gut, beschrieb Hofstetter. Man rechne damit, dass die Gewerbesteuer das Rekordergebnis von 2014 (4,75 Millionen Euro) übertrifft und die Gemeinde erstmals knapp über fünf Millionen Euro einnehmen werde. Damit sei die Gewerbesteuer auch erstmals höher als der Einkommenssteueranteil von heuer 4,78 Millionen Euro. Nur so sei es möglich, die enormen Ausgaben der letzten Jahre in deutlich zweistelliger Millionenhöhe zu stemmen, die für Investitionen in den Ausbau und Neuschaffung von Infrastrukturen, wie Bildung, Soziales, Betreuungsangebote für Jung und Alt, Straßen oder Breitbandausbau ausgegeben wurden. Dabei habe man noch Gebühren senken können, etwa den Wasserpreis um drei Cent auf 0,98 Euro (je Kubikmeter) und beim Schmutzwasser um sieben Cent auf 2,25 Euro. Ziel sei es die Steuereinnahmen „weiter leicht zu steigern“ und wie heuer auch „2017 ohne Neuverschuldung auszukommen“, sagte Hofstetter.

Hermann Weingartner

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