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Zahlreiche Ehrengäste kamen zum Neujahrsempfang der Gemeinde. Bürgermeister Fra nz Hofstetter (M.) zog eine positive Bilanz von 2017. 

NEUJAHRSEMPFANG TAUFKIRCHEN

Hofstetter sieht gute Signale für die Zukunft

Bürgermeister Franz Hofstetter hat beim Neujahrsempfang der Gemeinde die gute wirtschaftliche Situation in Taufkirchen herausgestellt. Den Handwerkern wünschte er „mehr Mut zur Selbstständigkeit“.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Die wirtschaftliche Situation der Gemeinde sei gut, es gebe viele Arbeits- und Ausbildungsplätze. Bürgermeister Hofstetter hofft, dass die Unternehmen in der Gemeinde auch 2018 so erfolgreich weiter arbeiten und Gewinne erwirtschaften können. Flexible Arbeitszeitgesetze durch den Bund begrüße der Gemeindechef, damit die Unternehmen auf Angebot und Nachfrage reagieren könnten. Handwerkern wünschte Hofstetter mehr Mut zur Selbstständigkeit.

Die steigenden Einwohner- und Geburtenzahlen nach Jahren der Stagnation wertete Hofstetter als „gutes Signal“. Die Gemeinde sei bemüht, entsprechend Wohnraum und Infrastruktur, etwa Breitbandversorgung, zu schaffen. Hofstetter listete auch wichtige Projekte auf, die im Vorjahr umgesetzt wurden. So wurden neue Fahrzeuge für die Feuerwehr angeschafft und der Bau der Rettungswache in Angriff genommen. Letzteres sei „ein Meilenstein für die Region“. Als eine „Bereicherung“ sieht Hofstetter das inklusive Vilstaler Kinderhaus und das Sparkassengebäude, das „hoffentlich bald in Gänze fertig sein wird“.Die darin untergebrachten Portalpraxen der Erdinger Klinik würden „erstklassige Medizin wohnortnah“ ermöglichen.

Auch in den Bereichen Freizeit, Sport, Kultur und Bildung habe die Kommune einiges geschaffen. Hofstetter nannte hier das Bürgerhaus in Unterhofkirchen und das Eingangsgebäude im Waldbad. Beide Gebäude seien mit viel ehrenamtlichen Engagement realisiert worden und böten eine Heimat für Vereine sowie gesellschaftliches und sportliches Leben. Beim Wasserschloss würden die ersten Sanierungsmaßnahmen heuer abgeschlossen, ein neuer Gehweg und Parkplätze geschaffen. Als „Mega-Projekt“ bezeichnete der Gemeindechef den Neubau Mittelschule und Mehrzweckhalle, deren Planungen weiter vorangetrieben würden. Schließlich gehe es hier auch um die Erweiterung der neuen Grundschule und des Mehrgenerationenhauses sowie um Vereine, für die Räume benötigt würden.

Das Mehrgenerationenhaus bezeichnete Hofstetter als soziales Kompetenzzentrum mit rund 40 Mitarbeitern und vielen Ehrenamtlichen. Hier würden Integration und Inklusion großgeschrieben, das Hofstetter „generell ein Anliegen für die gesamte Gemeinde ist“. Dies zu leben sei eine „große Aufgabe. Wir sind auf einem guten Weg“, meinte er und betonte: „Wir sind schon lange nicht mehr das kleine Dorf.“ Über 400 Polen lebten in Taufkirchen, auch viele Griechen hätten hier eine neue Heimat gefunden. Neben Integration und Inklusion wünscht sich der Bürgermeister auch Generationengerechtigkeit, dass Jung und Alt wieder zusammengeführt werden und, dass das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde weiterhin anhalte.

Landrat Martin Bayerstorfer lobte ebenfalls das Ehrenamt. Als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung sei die Ehrenamtskarte eingeführt worden, für die schon 500 Anfragen vorlägen. Dass der Landkreis wirtschaftlich zu den besten in Deutschland zähle mit über 50 Prozent Steuerzuwachs in den vergangenen fünf Jahren, dafür dankte er den heimischen Unternehmen. „Global Player zahlen bei uns keine Steuer“, stellte er fest. Die Anwesenden mahnte der Landrat, „unsere christlichen Werte, Freiheit und Sicherheit zu verteidigen“.

Einen wunderschönen, orchestralen Rahmen des Neujahrsempfangs bot das Akkordeonorchester der Kreismusikschule unter Leitung von Michael Riedmaier mit Bläsern und Sängern. Für Begeisterung sorgten auch die beiden Sängerinnen Johanna und Nina Schumertl.

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