Blick auf die Baustelle mit Projektsteuerer Thomas Koch: Der große Haufen sei recyceltes Material, das die Firma Hilger erworben habe. Die restlichen Betonbrocken müssen noch zerkleinert werden. Die Spundwände für den Rohbau seien schon gesetzt.
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Blick auf die Baustelle mit Projektsteuerer Thomas Koch: Der große Haufen sei recyceltes Material, das die Firma Hilger erworben habe. Die restlichen Betonbrocken müssen noch zerkleinert werden. Die Spundwände für den Rohbau seien schon gesetzt.

Materiallieferungen könnten Problem werden – „Ein Lotteriespiel“

Mittelschule Taufkirchen: Im Mai soll der Rohbau starten

Mit dem Rohbau für den Ersatzneubau der Mittelschule Taufkirchen und den Mehrzweckbau soll es im Mai losgehen. Projektsteuerer Thomas Koch und Geschäftsführender Gesellschafter Marcus Hartl vom BPM-Projektsteuerungsbüro aus Pfarrkirchen informierten den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Maßnahme.

Taufkirchen – Bürgermeister Stefan Haberl begrüßte „die beiden Matadore, die uns beim großen Projekt begleiten“ im Bürgersaal und überließ Koch das Wort. Dieser erstattete einen kurzen Bericht im Hinblick auf Ausschreibungen, Bauzeiten und Kosten. Die Erdarbeiten seien demnächst abgeschlossen, Abbruch- und Spezialtiefbauarbeiten am Laufen. Weitere Pakete sollen bis Dezember sukzessive folgen, ab 2022 würden noch einige anstehen, die noch terminiert werden müssten.

Von den Ausschreibungen seien mehr als 60 Prozent des Gesamtvolumens, die relativ teuren Gewerke, bereits vergeben. Rund 35 Prozent seien noch offen, das seien aber relativ kleine Gewerke, antwortete Koch auf Nachfrage des Bürgermeisters. Bei den kleineren Gewerken hege man die Hoffnung, dass man sie regional vergeben könne, ergänzte Hartl. Das habe nicht nur den Vorteil der kürzeren Wege. Bei anderen Projekten habe man bei der Ausschreibung mitunter Firmen, deren Mitarbeiter aus Tschechien kämen. „Da haben wir ganze Kolonnenausfälle.“

Koch berichtete, die beauftragten Firmen seien im engen Austausch. Auch die weiteren Unternehmen, die noch folgen werden, würden in die Abstimmungen miteinsteigen. Die Fertigstellung des Neubaus sei für Juli 2023 terminiert, dann sei der Umbau des Mehrgenerationenhauses an der Reihe, der bis Juli 2024 abgeschlossen sein soll.

Koch zeigte einige aktuelle Fotos von der Baustelle und erklärte, dass das freigegebene Kostenbudget von rund 37,8 Millionen Euro momentan um knapp 270 000 Euro unterschritten sei. Stephan Bachmayer (EiMo) warf ein, dass derzeit die Baustoffkosten steigen würden. „Das kann man nicht so pauschal sagen“, antwortete der Projektsteuerer. Er habe Angebote, die über der Schätzung seien, aber auch welche, die deutlich darunter liegen würden.

Hartl meinte eher, dass mögliche Materiallieferungen ein Problem werden könnten. Die Lieferketten seien teilweise unterbrochen. Ein großes Problem sei etwa Kupfer: Der Preis für ein 28er Kupferrohr sei um einen Euro gestiegen. „Keine Ahnung, was sich da abspielt“, kommentierte er. Die Firmen, die einen Auftrag hätten, seien mit Vergabe berechtigt, ausstehende Materialien zu ordern. Sie hätten meistens schon bei der Kalkulation Preisabsprachen getroffen, daran seien sie gebunden. „Wie es weitergeht, wissen wir momentan nicht. Das ist ein Lotteriespiel.“

Wann der offizielle Spatenstich sei, wie Haberl oft gefragt werde, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, erklärte der Bürgermeister abschließend. Aber es werde sich trotz Pandemie etwas organisieren lassen.

Birgit Lang

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