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Brand in der Frauen-Forensik

Großeinsatz am Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen

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Taufkirchen - Großeinsatz am Montagmorgen am Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen: Eine Patientin hatte in ihrem Zimmer im zweiten Stock der offenen Frauen-Forensik die Matratze angezündet.

Gegen 9.30 Uhr schlug die Brandmeldeanlage des Psychiatrie-Fachkrankenhauses in der Vils-Gemeinde an. Zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr Taufkirchen schon unterwegs. Der örtliche Kreisbrandmeister Richard Obermaier, der den XXL-Einsatz leitete, berichtet: „Wir waren eigentlich wegen Hornissen alarmiert worden. Dann kam der zweite Alarm. Sofort haben wir den Brandeinsatz vorangestellt.“ Dieses umsichtige Verhalten bedeutete einen möglicherweise lebensrettenden Zeitgewinn. „Vor Ort war schnell klar, dass es im Haus 4 brennt“, so Obermaier weiter. Diese Info hatte er von der Pforte. „Das war der weitere zeitliche Vorteil“, sagt der Kreisbrandmeister.

20 Feuerwehren rückten an 

Dort befindet sich die Frauen-Forensik. Hier werden vor allem verurteilte Straftäterinnen untergebracht, die aufgrund psychischer Auffälligkeiten oder Drogenmissbrauchs nicht in einer regulären Justizvollzugsanstalt inhaftiert werden können. Aus dem Fenster sah man bereits den Qualm. Obermaier ließ über die Integrierte Leitstelle Erding Großalarm auslösen – „B5: Brand Krankenhaus“. Alarmiert wurden daraufhin an die 20 Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis, die Kreisbrandinspektion, der Katastrophenschutz und die bei der Feuerwehr Altenerding angesiedelte Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung. 

Einige konnten jedoch vorzeitig umdrehen. Ebenfalls auf den Weg machte sich ein Großaufgebot an Rettungswagen. Dieser Alarmfall sieht nach den Worten Obermaiers sogar drei Rettungshubschrauber vor. Der Erstangriff wurde von der Taufkirchener Feuerwehr gestemmt. Laut Einsatzleiter „sind zwei Trupps unter Atemschutz mit Wasser und Wärmebildkamera ins Gebäude“. Der Komplex sei stark verraucht gewesen. „Anfangs war nicht sofort erkennbar, ob sich noch Personen im Gebäude befinden“, so Obermaier.

Großeinsatz am Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen - Bilder

Kurz nach 10 Uhr konnte das Klinikum vorsichtig Entwarnung geben. Pflegedirektor Hermann Schmid berichtet unserer Zeitung, dass man das Haus sehr schnell evakuiert habe. Die nähere Umgebung sei abgeriegelt worden. Die Patienten und Pfleger hätten die zentrale Anlaufstelle im Garten aufgesucht. In solchen Fällen wird jeder, der das Haus verlässt, registriert. Deswegen konnte Schmid bald die erlösende Mitteilung machen: „Alle sind da, niemand wird vermisst, keiner ist verletzt.“ Diese Praxis lobt Obermaier: „Gerade bei solchen Bränden ist es entscheidend, dass wir schnell wissen, ob noch jemand hilflos im Haus sein könnte.“ 

In den beiden Stationen der offenen Forensik werden jeweils 18 Patientinnen stationär behandelt. Schmid versicherte jedoch, dass die Abteilungen nicht voll belegt gewesen seien. „Zu dieser Uhrzeit nutzen bereits viele Frauen die externen Therapieangebote“, so der Standortleiter in Taufkirchen. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Das Zimmer wurde ein Raub der Flammen. Danach kamen Hochdruck-Lüfter zum Einsatz. Mittags war der Einsatz zu Ende. Soweit möglich konnten die Patienten danach wieder in ihre Zimmer zurückkehren, berichtet Schmid.

10 000 Euro Sachschaden 

Zur Brandursache erklärte ein Sprecher des Ingolstädter Präsidiums, dass die Bewohnerin des Zimmers die Matzratze angezündet habe. Die Flammen griffen rasch auf Bett und Einrichtung über. Die Kripo Erding übernahm die Ermittlungen, konnte den Fall aber rasch zu den Akten legen. Den Sachschaden beziffert die Polizei mit mindestens 10 000 Euro. Die Patientin wird wegen vorsätzlicher Brandstiftung juristisch verfolgt. Alarmiert wurden neben einem größeren Aufgebot von Polizei und Rettungsdienst sowie drei Rettungshubschraubern die Feuerwehren Taufkirchen, Dorfen, Velden, Kirchasch, Erding, Altenerding, Langengeisling, Wambach, Hofkirchen, Maria Thalheim, Moosen, Hohenpolding, Hofstarring, Oberding, Inning am Holz, Walpertskirchen und Steinkirchen sowie die Kreisbrandinspektion und der Katastrophenschutz.

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