Bundesregierung verbietet Auftritt von Erdogan in Deutschland

Bundesregierung verbietet Auftritt von Erdogan in Deutschland
Straße gewidmet, Baugebiet freigegeben: (vorne, v. l.) Planer Antonio Bulhoes, Helmut Neumayr, Bürgermeister Franz Hofstetter und Christian Hilger (Tiefbau), sowie (dahinter) Gemeinderäte, Nachbarn, Gemeinde- und Bauarbeiter. Foto: Lang

Projekte in Taufkirchen

Jeder Einheimische soll bauen können

Taufkirchen - Grundstücke für Wohnbebauung sind äußerst knapp und immer zu wenig, um alle Bauanfragen zu befriedigen. Die Gemeinde Taufkirchen hat ihre Hausaufgaben jedoch gemacht und vorausschauend geplant.

Nachdem bei der Straßennamenwidmung des neuen Baugebiets am Kellerberg die „Von-Alvensleben-Straße“ offiziell eröffnet worden war, bilanzierte Bürgermeister Franz Hofstetter die aktuelle Situation in der Gemeinde Taufkirchen.

Rund 150 Parzellen für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser wurden in den vergangenen drei Jahren geschaffen. 60 Grundstücke wurden in der Erdinger Straße erschlossen, zwölf an der Vöttinger Straße, sieben entstehen gerade beim Schiller und 30 am Kellerberg.

Auch im Außenbereich wurde Baugrund geschaffen: zehn Parzellen in Hofkirchen und 20 in Moosen. Durch Geschosswohnungsbau entstanden 50 Wohnungen durch Bauträger im Ortskern von Taufkirchen und Moosen. Dies sei notwendig, um den Ortskern zu verdichten und vor allem flächensparend zu bauen, erklärte Hofstetter. Schon seit vielen Jahren setzt er auf Baubevorratung. So wurden im Außenbereich schon vor Jahren in Gebensbach, Moosen, Hofkirchen und Wambach Baugebiete ausgewiesen. Ziel war es vor allem, für Einheimische das Bauen zu ermöglichen.

Wichtig ist dem Bürgermeister, dass der Baugrund auch bezahlbar bleibt. Natürlich ziehen auch in Taufkirchen die Grundstückspreise an. Für die jüngsten Baugebiete konnten dennoch im Vergleich zu anderen Gemeinden noch humane Grundstückspreise angeboten werden. Eine Riesennachfrage gab es für die Wohnbauflächen an der Vöttinger Straße, die für 230 Euro pro Quadratmeter sofort weg waren. Die meisten seien schon verbrieft, einige Bauanträge bereits bei der Gemeinde eingegangen. In der Erdinger Straße lag der Baupreis noch bei 195 Euro und in Hofkirchen bei 160 Euro pro Quadratmeter für Einheimische. Beim Schiller müssen für den Quadratmeter schon 265 Euro bezahlt werden, am Kellerberg 290 Euro.

Dass die 30 Parzellen am Kellerberg ausgewiesen werden können, ist Helmut Neumayr sowie seinen Neffen Edi und Sepp Hamberger zu verdanken. Sie haben in weiser Voraussicht den Grund vor zehn Jahren erworben und ebenso lange darum gerungen, dass das Areal von rund 30 000 Quadratmeter nun endlich zum Baugebiet werden kann. Die Neumayr GmbH aus Unterhofkirchen ist auch für die Erschließung verantwortlich. „30 Parzellen entstehen hier in bester topografischer Lage, in einer der schönsten Lagen von Taufkirchen“, meinte Hofstetter. Die Planung durch das Büro Bulhoes sei „gut gelungen“, die Häuser mit Garagen fügen sich gut ins Gelände ein. Er dankte den Verantwortlichen und den Nachbarn für ihr Verständnis. Schließlich seien Baumaßnahmen immer mit Belästigungen verbunden. Der Saum mit Bäumen und Sträuchern am südlichen Rand des Gebiets soll erhalten bleiben, weitere Rückhalteflächen geschaffen werden, erklärte er. „Wir haben neun Grundstücke erhalten. Sie sind alle vergeben und durch die Gemeinde veräußert worden.“ Sechs Parzellen seien noch in privater Hand. Durch die Neumayr GmbH werden 18 Flächen verkauft. Die Parzellen seien zwischen 750 und 1380 Quadratmeter groß. Hofstetter freute sich, dass das Baugebiet „nicht so verdichtet wird, wie woanders in Stadtkernnähe“.

Bauträger Neumayr hat keine Eile mit dem Verkauf seiner 18 Parzellen. „Wir sind noch nicht in den Vertrieb gegangen“, sagte er. 30 Interessenten aus der Gegend gebe es schon. Wer sich bewerben möchte oder Fragen hat, soll sich einfach melden unter Tel. (0 80 84) 5 62 67 64. Er dankte allen Beteiligten für den bis dato guten Verlauf, der Gemeinde vor allem für das sehr kooperative Verhalten. Auch vonseiten des Landratsamtes sei alles sehr zügig abgelaufen, freute sich Neumayr.

Birgit Lang

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