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Hat hingeschmissen: Josef Aigner ist nicht mehr Kreisvorsitzender.

Nach Forster-Rauswurf

KAB-Kreischef Aigner tritt zurück

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Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Rauswurf von Diözesansekretär Rainer Forster hat nun der Kreisvorsitzende Josef Aigner sein Amt hingeschmissen.

Taufkirchen – Der KAB-Kreisverband steht ohne Vorsitzenden da. Der Taufkirchener Josef Aigner hat sein Amt niedergelegt. Begründung: Er will sich nicht länger in die rechte Ecke stellen lassen. Damit hat der Rauswurf des hauptamtlichen Diözesansekretärs Rainer Forster vom vergangenen Monat jetzt ein Nachspiel. Forster und die Diözesanleitung des Sozialverbandes waren schon lange auf Konfrontationskurs. Die KAB-Führung war mit der zunehmend stark politisch ausgerichteten Arbeit Forsters nicht einverstanden. Der Diözesansekretär organisierte Film-Veranstaltungen und Diskussionsabende für den katholischen Sozialverband, unter anderem ein Streitgespräch mit dem AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron und ein Vortrag mit dem Friedensaktivisten Rainer Rothfuß, Experte für interreligiöse Konfliktforschung.

Der Freisinger SPD-Kreisverband hatte sich schon im vergangenen Jahr in einem Protestbrief an den KAB-Landesvorstand gewandt und sich besorgt über Veranstaltungen geäußert, die Forster organisiere. Der Vorwurf: Forster würde rechtspopulistischen Verschwörungstheoretikern eine Bühne bieten, und damit zulassen, dass die Demokratie beschädigt werde. Es bestehe die Gefahr, dass viele KAB-Mitglieder sich gar nicht bewusst seien, welcher politische Weg durch Forster eingeschlagen werde. Forster nutze als KAB-Sekretär den angesehenen katholischen Sozialverband, um Gedankengut hoffähig zu machen, das christlichen Grundüberzeugungen widerspreche, kritisierte die SPD.

Zunächst hatte der KAB-Diözesanvorstand noch versucht, Forster zum Einlenken zu bewegen. Doch das gelang trotz diverser Verbote und Auflagen nicht. Der Diözesanvorsitzende Dieter Thalhammer, der auch SPD-Fraktionsvorsitzender im Freisinger Kreistag ist, zog dann die Reißleine und beendete die Zusammenarbeit mit Forster fristlos. Der Erdinger Kreisvorsitzende Aigner war damit nicht einverstanden. Er unterstützte nachdrücklich den Kurs Forsters. Die logische Konsequenz daraus: Aigner stellt jetzt sein Amt zur Verfügung. An diesem Freitag treffen sich die Delegierten aus den Ortsverbänden in Taufkirchen zur turnusmäßigen Frühjahrskonferenz (19.30 Uhr, Pfarrheim).

Mögliche Nachfolger stehen bereit

Als möglicher Nachfolger Aigners wird Josef Elas gesehen. Der Vorsitzende des Vereins Föla (Förderung der Landwirtschaft in Afrika) ist seit knapp einem Jahr Mitglied in der KAB und sieht dort Entwicklungspotenzial. Auch Ina Hallermann, die seit November bei der KAB Mitglied ist, will sich einbringen, wie sie ankündigte. Sie will sich engagieren, um die Arbeit im Sinne Forsters weiter zu führen, heißt es aus dem Kreisverband.

Auch Forster selbst will mit der KAB nicht brechen, obwohl ihm der Stuhl vor die Türe gesetzt wurde. Im Herbst sind im Diözesanverband Neuwahlen. Nach KAB-internen Informationen will Thalhammer und der komplette Diözesanvorstand nicht mehr antreten. Forster sieht daher die Möglichkeit, sich weiter zu engagieren. Eine Führungsrolle strebt der Kirchberger nach eigenen Angaben allerdings nicht an. Er sieht aber innerhalb des Verbands „eine Aufbruchstimmung“, die er unterstützen werde. Sein Potenzial sieht Forster darin, im Hintergrund für die Sache der KAB tätig zu sein. Auch Aigner will einfaches KAB-Mitglied bleiben. Der zurückgetretene KAB-Kreischef hat angekündigt, sein Amt „sauber zu übergeben“.

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