Gemeinderat Taufkirchen

Mit der Kamera durchs Kanalsystem

Taufkirchen – Keine finanziellen Überraschungen will die Gemeinde Taufkirchen bei der Instandhaltung des Mischwasser- und Schmutzwasserkanalsystems im Gemeindegebiet riskieren. Künftig anfallende Instandhaltungsmaßnahmen des Kanalsystems sollen regelmäßig durchgeführt werden, damit nicht plötzlich hohe Summen entstehen.

Dazu wurde im Gemeinderat ein langfristiges Untersuchungs- und Sanierungskonzept für die nächsten zehn Jahre vorgestellt. Rund 350 000 Euro wird das die Gemeinde kosten.

Einstimmig wurde beschlossen das Konzept umzusetzen, das Franz Kühr vom Ingenieur- und Architekturbüro WipflerPlan erläuterte. Die Planungsgesellschaft hat bereits den Generalsentwässerungsplan für die Gemeinde erstellt. Rechtliche Rahmenbedingen schreiben vor, dass öffentliche Kanalanlagen nur nach anerkannten Regeln der Technik errichtet und betrieben werden dürfen, erklärte der Teamleiter Kanalsanierung. Kleinere Kanäle, Schächte und zugehörige Bauwerke müssen einmal in zehn Jahren mittels Fernuntersuchung auf Funktionssicherheit überprüft werden, größere Anlagen mittels Begehung alle fünf Jahre.

Weil WipflerPlan seit Jahren für die Vilsgemeinde tätig ist, hat man dort bereits viele Daten zum Abwasserkanalnetz. Das war für die vorgeschalteten Schritte zur Grundlagenermittlung dienlich. Rund 55 Kilometer Hauptkanäle liegen in den Gemeindefluren, berichtete Kühr. Die könne man nicht auf einmal bearbeiten, weshalb das Kanalnetz in zehn Untersuchungsabschnitte eingeteilt wurde. Die Erforschung der einzelnen Bereiche erfolge über einen Zeitraum von zehn Jahren. Eine Priorisierung sei dabei nach dem Alter der Kanäle getroffen worden.

Mit den Untersuchungen durch Befahren mit Videokameras werden Schäden in den Rohren sowie auch kleinen Abzweigen und Schächten erkannt, etwa Versatz von Kanalmuffen, Wurzeleinwuchs oder Scherbenbruch. Die Gesamtkosten nur für diese TV-Untersuchungen mit Auswertung der Ergebnisse und Maßnahmenvorschläge werde rund 350 000 Euro kosten, sagte Kühr. Danach ergeben sich dann erst konkrete Maßnahmen mit Kostenvergleichen. Das können je nach Schaden eine Reparatur, Renovierung oder Erneuerung sein, was der Gemeinderat dann entscheidet.

Hermann Weingartner

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