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Gratulation zu 60 Jahren VdK-Mitgliedschaft: Katharina Aumüller (3. v. l.) mit (v. l.) Katharina Huber, Bürgermeister Franz Hof-stetter, Alois Süß, Rudi Ways, Karl Hüther und Lydia Bitzer.

Seltenes Jubiläum

Katharina Aumüller seit 60 Jahren beim VdK

Taufkirchen – Vor 60 Jahren trat Katharina Aumüller aus Taufkirchen dem VdK-Ortsverband bei. Dafür wurde sie jetzt vom Kreisvorsitzenden Rudi Ways mit dem Jubiläumsabzeichen geehrt.

Bei einer kleinen Feier mit Kaffee und Kuchen im Senioren-Service-Zentrum, wo die Rentnerin wohnt, wurde dieses „ganz seltene Jubiläum“, wie es Ways bezeichnete, gefeiert. Im Gründungsjahr des Taufkirchener Vdks 1955 sei sie dem Verband beigetreten. Damals kümmerte sich der Sozialverband noch überwiegend um Kriegsgeschädigte und Hinterbliebene, heute auch um Rentner und Behinderte, erklärte der Kreisvorsitzende.

Die gebürtige Rumänin hat den Krieg noch am eigenen Leib kennengelernt. Zur Zwangsarbeit wurde sie nach Russland geschickt. Als sie nicht mehr zu dieser harten Arbeit taugte, wurde sie entlassen und in einem Viehwaggon nach Deutschland transportiert, erzählte sie. Durch ihren Onkel kam sie vor 70 Jahren nach Taufkirchen. 16 Jahre lang durfte sie nicht mehr nach Hause nach Rumänien, um ihre Eltern zu besuchen. Weil sie allein war und sich auch so fühlte, trat sie dem VdK bei. In der Vilsgemeinde fand sie in der Druckerei Eberle als Hilfsarbeiterin eine Anstellung. Dem Unternehmen blieb sie ebenfalls treu. Viele werden sie noch als Mitarbeiterin des Schreibwarengeschäfts Eberle in Erinnerung haben.

Damals, in den 50er Jahren, seien ein Drittel der Gemeindebürger Zugezogene gewesen, sagt Bürgermeister Franz Hofstetter, der ebenfalls zum Gratulieren vorbei kam. Für ihre jahrelange Treue zum Vdk, der mit 1,75 Millionen Mitgliedern deutschlandweit auch der größte Behindertenverband ist, ehrte sie auch der örtliche Vorstand, der die Feier organisiert hatte. Vorsitzender Alois Süß, seine Stellvertreterin Katharina Huber, Schriftführerin Lydia Bitzer und Beisitzer Karl Hüther überreichten ihr Blumen und einen Geschenkkorb.  mel

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