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Danke für alles: Vize-Bürgermeister Christoph Puschmann (l.) gratuliert Bürgermeister Franz Hofstetter zum Dienstjubiläum.

Seit 20 Jahren Bürgermeister

Hofstetters Dienstjubiläum: „Kein Verwalter, sondern ein Gestalter“

Taufkirchen - Seit exakt zwei Dekaden prägt Bürgermeister Franz Hofstetter wie kein Zweiter die Gemeinde Taufkirchen, dafür dankte ihm sein Stellvertreter Christoph Puschmann vor der Sitzung des Taufkirchener Gemeinderates.

Puschmann erinnerte daran, wie Hofstetter nach einer spannenden Stichwahl am 1. Mai 1996 als Bürgermeister ins Rathaus, damals noch am Attinger Weg, einzog. Drei Wiederwahlen hat er seither gewonnen, 2002, 2008 und 2014: „Die Taufkirchener haben dich also kennen und vor allem schätzen gelernt.“ Puschmann erklärte, dass dies mit Sicherheit daran liege, dass Hofstetter „kein Verwalter, sondern ein absoluter Gestalter“ sei und das seit dem ersten Tag seiner Amtszeit. „Du hast Ideen, Visionen, Projekte entwickelt, angeschoben und mit Hilfe des Gemeinderates und der Verwaltung auch umsetzen können.“

Er erwähnte nur einige Projekte: Radwegebau auf der alten Bahntrasse Dorfen-Velden, Schulsozialarbeit, Mehrgenerationenhaus, Rathausneubau, Schulhausbauten und Dorferneuerung in Moosen. Auch Wohn- und Gewerbegebiete habe er im gesamten Gemeindegebiet ausgewiesen. Bei vielen Projekten sei Hofstetter seiner Zeit voraus gewesen, diente anderen Kommunen als Vorbild, was auch der Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer im Mehrgenerationenhaus bewiesen habe.

„Du verstehst es, nicht nur Taufkirchen im Blickfeld zu haben, sondern wirklich die gesamte Gemeinde mit allen Ortsteilen.“ Sein politisches Handeln verstehe Hofstetter so, wie er von seinem Elternhaus her geprägt und erzogen worden sei, „dass du stets auch die finanzielle Situation der Gemeinde nicht außer Acht lässt und bestrebt bist, nicht über die Verhältnisse zu leben, zu bauen und zu wirtschaften“. Dies verdiene gerade in der heutigen Zeit höchste Anerkennung.

Dass Hofstetter unzählige Termine wahrnehme, nicht zuletzt um mit jedem seiner Bürger ins Gespräch zu kommen, und ihm jede Einladung gleichbedeutend und wichtig sei, erwähnte sein Stellvertreter ebenso. Eine Kandidatur für „höhere Ämter“, etwa den Bundestag, habe er stets ausgeschlagen, „weil du vor Ort eben diesen direkten Draht zum Bürger hast, weil du vor Ort eben besser und schneller Dinge umsetzen und erreichen kannst, weil du ein Macher bist“, lobte ihn sein Vize. Nicht nur als Gemeindeoberhaupt, auch als Kreis- und Bezirksrat sei er tief in der Kommunalpolitik verwurzelt.

Unter Hofstetters Leitung habe sich Taufkirchen zu einer lebens- und liebenswerten Gemeinde entwickelt, die Tradition wahre und dem Fortschritt aufgeschlossen zugewandt sei. „Dieser Spagat ist nicht immer einfach“, meinte Puschmann. Auch das habe Hofstetter in den vergangenen Jahren erfahren müssen. Entmutigen habe er sich davon aber nie lassen, seine Ziele für Taufkirchen voranzubringen. Schritt wollte und konnte er halten, dass Taufkirchen nicht zur Schlafstadt ohne wohnortnahe Arbeitsplätze verkam.

Für seinen Dienst am Taufkirchener Bürger, seinen Einsatz und seine Leistungsbereitschaft bis an die Grenzen der Belastbarkeit sowie sein hohes Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinde dankte ihm Puschmann. Auf großartiges öffentliches Lob lege der Bürgermeister in seiner bescheidenen Art keine Wert, erklärte Puschmann weiter. Die aufgezählten Eigenschaften sehe er bei sich und bei anderen vielmehr als Grundvoraussetzung für jedes Handeln.

Hofstetter ergriff auch noch das Wort. Er bezog sich auf seinen Vorvorgänger Barth Wegmann. Der habe zu seinem 90. Geburtstag gesagt, „hebt euch die schönen Worte für meine Grabrede auf“, was auch aktuell im Gemeinderat für Schmunzeln sorgte. Danach dankte der Geehrte allen, die mit ihm gemeinsam für all diese Ziele gekämpft und durchaus auch kontrovers diskutiert hätten. Schön sei gewesen, das Kinder- und Jugendhaus entstehen zu sehen, enttäuschend zu erleben, dass Egoismus und Neid immer wieder im Vordergrund stünden, dass durch das aktuelle Handeln den Jungen Chancen verbaut würden. „Wir haben nicht das Recht dazu, alle Zeiger auf Stopp zu stellen und den jungen Leuten, die Veränderungen wollen, dies nicht zuzugestehen.“

mel

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