Unter Freunden: Eine Gruppe aus Dorfen schaute auf der Landesgartenschau am Stand des Kreisverbands vorbei. Die Besucherinnen hatten ihren Spaß beim Marmeladenkosten mit (v. r.) Angelika Geisberger vom Gartenbauverein Lengdorf und Kreischefin Brigitte Murla.
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Unter Freunden: Eine Gruppe aus Dorfen schaute auf der Landesgartenschau am Stand des Kreisverbands vorbei. Die Besucherinnen hatten ihren Spaß beim Marmeladenkosten mit (v. r.) Angelika Geisberger vom Gartenbauverein Lengdorf und Kreischefin Brigitte Murla.

Stand auf der Landesgartenschau

Kirsche, Schlehe, Monsterschleim: Süße Schmankerl aus dem Landkreis Erding auf der Landesgartenschau

Die Marmeladen, Gelees und Liköre des Erdinger Kreisverbands kommen auf der Landesgartenschau gut an.

Erding/Ingolstadt – Um 6 Uhr klingelte täglich der Wecker bei Brigitte und Peter Murla, obwohl die beiden Jettenstettener Urlaub hatten. Die Vorsitzende des Kreisverbandes Erding für Gartenbau und Landespflege machte sich mit ihrem Mann an sieben Tagen hintereinander auf, um am Stand des Bezirksgartens auf der Landesgartenschau in Ingolstadt Marmeladen aus Wildobst zur Verkostung anzubieten. Ihr Mann war als Logistiker, Grillmeister und Chauffeur im Einsatz.

Mit dabei waren immer vier Mitgliedern der insgesamt 37 Ortsvereine des Landkreises Erding. Manche von ihnen pickte Peter Murla auf dem Weg nach Ingolstadt auf, manche reisten selber an. Jeden Tag hatten sie Proviant, geschmierte Brote, selbst gemachte Kuchen und von Tochter Susanne Salat im Glas im Gepäck.

Den Kleinbus hatte Kreisverbandsgeschäftsführer August Groh organisiert. „Unser Einsatz auf der Landesgartenschau ist hervorragend gelaufen. Ich habe nur Positives gehört“, lobt Groh die engagierten Ehrenamtlichen, die in ihren grünen Schürzen mit Kreisverbandslogo und ihrer offenen, kompetenten Art die beste Werbung für ihre Vereine und ihre Heimat machten.

Der Besuch am Stand der Erdinger war bestens, auch wenn es öfter regnete. Besonders freute sich die Delegation aus dem Landkreis über bekannte Gesichter aus der Heimat, die oft und gerne auf einen Ratsch vorbeischauten. Sobald die Sonne wieder durch den Himmel blinzelte, herrschte Hochbetrieb im Bezirksgarten.

Unter dem Motto „Inspiration Natur“ war das Areal in kleine Gartensegmente in Obst-, Wohn-, Nasch-, Bade- und Kräuterzimmer unterteilt, um den Besuchern zu zeigen, wie man nur ein paar Quadratmeter sinnvoll für die Nutzer und die Natur gestalten kann. Das stieß bei den Landesgartenschau-Besuchern auf großes Interesse.

Und im Anschluss konnte man 30 verschiedene Marmeladen und Gelees kosten, die am Ende des Bezirksgartens am Containerstand des Erdinger Kreisverbands auf sie warteten. Eingekocht und zur Verfügung gestellt wurden diese von vielen Vereinsmitgliedern.

Verdiente Pause: Anton Häglsperger (Gartenbauverein Taufkirchen) und Peter Murla (Gartenbauverein Moosen) beim Rasten.

Im Angebot waren Kornelkirsche mit Rotwein, Goji mit Wildzwetschge, Pfefferminz mit weißem Johannisbeersaft, Fichtenspitzenmarmelade mit Rosmarin und weitere süße, bittere und scharfe Sorten. Bestens kam auch ein grüner Aufstrich mit schwarzen Punkten an. Als „Monsterschleim“ wurde er den Kindern schmackhaft gemacht. Es war Weiki, Marmelade aus Weihenstephaner-Kiwi, die auch den Erwachsenen bestens mundete.

Egal, ob Hagebutte, Schlehe, Eberesche, Holunder oder Wildkirsche, auch karamellisierte Kornelkirschen, eingelegte grüne Walnüsse oder voll Schnaps gesogene Mispeln – die Gäste am Stand probierten sich nicht nur munter durchs Sortiment. Sie hatten auch viele Fragen zu Wildobst, zum Entsaften, Einkochen und Gelieren. Beide Seiten tauschten sich zudem intensiv über eigene Erfahrungen aus.

Es wurde viel gelacht, denn die Gartler sind ein lustiges, kommunikatives Völkchen. Auch Rezepte gab es gratis zum Mitnehmen, neben den vielen fachmännischen Informationen, die bis zu Pflanztipps und Schädlingserkennung reichten. Wer Lust hatte, konnte zum Abschluss noch ein Stamperl Schlehen- oder Hollerlikör kosten und sich über ökologisch-nachhaltiges Waschen mit Kastanien informieren.

Für Kinder gab es eine Verlosung, bei der es Marmeladen und Gelee oder Gummimäuse zu gewinnen gab. Auch das kam sehr gut an. Am Stand wurde zudem fleißig Werbung für die Tourismus-Region Erding gemacht, und Broschüren wurden verteilt.

Zwischendrin konnten sich die engagierten Gartler selbst die Landesgartenschau ansehen oder ein bisschen in einem der Hängesitze ausruhen. Wenn nicht Geschirr zu spülen oder Kaffee zu kochen war.

Etwas stressig wurde es am letzten Ausstellungstag. Denn alles, was sich über die Woche an leeren Gläsern, Flaschen und anderen Behältern, Infomaterial, Strohhüten, eingekauften Pflanzen und mehr angesammelt hatte, musste im Kombi sicher verstaut werden. Hier führte Peter Murla das strenge Regiment. Das beherrscht er als ehemaliger Berufsoffizier aus dem Effeff. Müde, aber glücklich und zufrieden kamen alle nach eineinhalbstündiger Fahrt wieder heim.

Fotos und alle Rezepte

gibt es auf der Homepage www.kgl-erding.de.

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