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Volles Haus: Auch Kandidaten anderer Gruppierungen waren zu Stefan Haberls Wahlkampfauftritt gekommen.

Kommunalwahl in Taufkirchen

CSU-Kandidat Haberl wirbt für „Lebensqualität dahoam“

Umfahrung für Taufkirchen, öffentliches Wlan und ein Heimatpreis: CSU-Bürgermeisterkandidat Stefan Haberl stellt sein Programm vor.

Moosen Für einen „echten Generationswechsel“ und „frischen Rhythmus“ möchte CSU-Bürgermeisterkandidat Stefan Haberl, Finanzexperte und Musiker, in Taufkirchen sorgen. Mit Spannung wurde Haberls Auftritt nicht nur in den eigenen Reihen erwartet. Auch viele Gemeinderatskandidaten anderer Gruppierungen und FW-Bürgermeisterkandidat Korbinian Empl waren zum CSU-Wahlkampfauftakt gekommen, um ihn zu erleben. Die Wirtsstube im Gasthaus Zuhr in Moosen war voll besetzt.

Mit dem Slogan „Lebensqualität dahoam“ begann der 40-Jährige die Vorstellung des CSU-Wahlprogramms. Wie bei einem Workshop fragte er in die Runde, was für einzelne Besucher Lebensqualität bedeute und bekam unterschiedlichste Antworten.

Bürgermeisterwahl: Wahlprogramm des CSU-Kandidaten vorgestellt

Mit seinem 23-köpfigen Kandidatenteam hatte Haberl Kernwerte erarbeitet. Unter anderem will der gelernte Banker, Sparkassenbetriebswirt und derzeitige Kämmerer der Gemeinde Fraunberg für sanfte Baulandausweisung im Einheimischenmodell, gesunde Nachverdichtung und bezahlbaren Wohnraum sorgen. Auch für weitere Fuß- und Radwege wolle er sich einsetzen, etwa von Moosen nach Johannrettenbach, wo auch ein „Kreisverkehr absolut wichtig“ sei. Weiter nannte er eine bessere Taktung der örtlichen und überörtlichen Busverbindungen, die Verdichtung des E-Tankstellennetzes und ein leistungsstarkes Verkehrsnetz. Die Umfahrung der B 388 müsse endlich gebaut werden. Schnelles Internet und Mobilfunk für alle sind ihm ebenfalls wichtig.

Haberl befürwortete den Ausbau eines bürgerfreundlichen Rathauses mit Online-Formularen, damit man den Bauantrag schnell und unkompliziert online stellen könne. Auch öffentliches Wlan an zentralen Plätze will er vorantreiben. Er könne sich sogar vorstellen, dass „Bürgerversammlungen online im Livestream“ für alle übertragen würden.

Gewerbetreibende und Landwirte werde er unterstützen und die regionale Vermarktung heimischer Produkte stärken, sagte der Sohn eines Zimmerers. Für Kitas, Schulen und Erwachsenenbildung möchte der Vater von zwei kleinen Töchtern verschiedenste Angebote ermöglichen, so könnte etwa ein Bauernhof-Kindergarten auf der Gutswiese entstehen. „Bildung muss uns was wert sein, deshalb packen wir an“, sagte er unter Applaus.

Wahlprogramm: Auch Kultur und Klima spielen eine wichtige Rolle

Lebensgefühl beinhalte für ihn auch das Wasserschloss als Heimat für Märkte, Kunst, Musik, Kultur und Ausstellungen, aber auch als Tagungs- und Bildungsort; das Waldbad als bezahlbares Familienbad mit einem Lehrschwimmbecken, das kommen werde, „so lange wir es uns leisten können und es Zuschüsse gibt“.

Immer wieder bezog sich Haberl auf seine Herkunft. Als Nachkomme vieler Imker wolle er Taufkirchen zur klimaneutralen Gemeinde machen, ein Umdenken aller anstoßen, Artenvielfalt und Kulturlandschaft erhalten, einen lokalen Klimarat installieren und nachhaltig Energie für die Gemeinde gewinnen.

„Dahoam“ sei ein Lebensgefühl, zu dem viele beitragen: Vereine, Ehrenamtliche, darunter auch die über 100 Kandidaten für die Gemeinderatswahlen. Dies alles möchte Haberl fördern und erhalten, deshalb sei es auch Zeit für einen Heimatpreis. 

Birgit Lang

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

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