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Treten für die AfD an (v. l.): Landratskandidat Rainer Forster, Michael Machart, Manfred Wilgertshofer, Andreas Losert, Manuale Holzbauer, Sepp Mutlitz, Fri tz Eibl, Martin Huber, Harald Vollmer, Karl-Heinz Holzbauer, Peter Attenhauser, Siegfried Kazmarek, Wilhelm Gamper, Manuela Huber, Hermann Bauer, Anton Kronseder und Kreisvorsitzender Wolfgang Kellermann.

Kommunalwahl in Taufkirchen

Martin Huber ist AfD-Bürgermeisterkandidat

Martin Huber kandidiert bei der Kommunalwahl 2020 zum vierten Mal für das Spitzenamt in Taufkirchen  - diesmal als Mitglied der AfD.

TaufkirchenMartin Huber will es noch einmal wissen. Zum vierten Mal kandidiert er als Bürgermeister für Taufkirchen. Als AfD-Mitglied rechnet sich der 59-Jährige nun bessere Chancen aus, nachdem er dreimal für die Republikaner gegen Franz Hofstetter gescheitert ist.

Denn um den Rathaussessel bewerben sich bei der Kommunalwahl 2020 neben ihm noch der 36-jährige CSU-Mann Stefan Haberl sowie der 57-jährige Manfred Slawny von der SPD, der sich am Freitag offiziell zum Bürgermeisterkandidaten nominieren lassen will. Ob Korbinian Empl von den Freien Wählern als Vierter in den Ring steigt, hat dieser noch nicht verraten. Alle rechnen mit einer Stichwahl.

Nur drei wahlberechtige AfD-Mitglieder trafen sich zur Aufstellungsversammlung im Nebenstüberl im Gasthaus Häring, neben den beiden Gemeinderäten Huber und Peter Attenhauser noch Wilhelm Gamper. Kreisvorsitzender Wolfgang Kellermann wurde nicht müde zu betonen, dass es sich bei der AfD um eine Bürgerpartei handle „Die vielen Parteifreien zeigen, wie wir hier verankert sind.“ In sechs Gemeinden sowie im Landkreis trete man an. In Taufkirchen hoffe er, vier bis fünf Gemeinderäte ins Gremium zu bringen.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

AfD-Bürgermeisterkandidat Martin Huber will „mit jeder Partei reden, sogar mit den Roten“

Er wolle als sich Bürgermeister zurücknehmen, die „Aufgaben verteilen, miteinander und parteiübergreifend mit jeder Partei reden, sogar mit den Roten“, erklärte Huber. Ein gewählter Gemeinderat werde bei ihm auch Aufgaben und Kompetenzen haben. Als Bürgermeister werde er sich nicht vorne hinstellen und „den großen Macker spielen, sondern die Lasten gleicher verteilen“. Auch im Rathaus werde es „gravierende Veränderungen“ geben, sollte er gewählt werden.

Er werde ein Zehn-Punkte-Programm mit seinen Hauptzielen in allen Orten veröffentlichen. Dieses wurde schon vergangenen Sonntag besprochen, ebenso die Listenkandidaten, die alle einstimmig von den drei AfD-Mitgliedern gewählt wurden. Es kandidieren überwiegend Parteifreie, von diesen 20 waren acht abwesend. Die nur drei Frauen rangieren im letzten Listenviertel. „Wir haben eine tolle Gemeinderatsliste, alle Sparten, ganz erfahrene Leute“, freute sich Huber.

Andeutungen über Vorfälle an der kbo-Klinik

Ein Hauptaugenmerk lege er auf die Finanzen, weitere wichtige Themen seien für ihn Bautätigkeit, Sicherheitskonzepte und Infrastruktur, sprich Straßen. So würde von vielen Vorfällen, die etwa in der Isar-Amper-Klinik passieren, nicht mehr berichtet. „Ich will keine Panik schieben, aber wir müssen die Sachen ansprechen.“

Als seinen Sicherheitsexperten nannte er voller Stolz Hermann Bauer, einen 72-jährigen Polizeihauptkommissar in Ruhestand. Bei der Umgehungsstraße möchte Huber „die Bevölkerung sensibilisieren, dass was vorwärtsgeht und Druck machen“. Von Hofstetter hätte er sich als CSU-Bürgermeister, Kreis- und Bezirksrat erwartet, dass er seine Kompetenzen besser eingesetzt hätte. „Wir sind eine Gemeinde, haben eine Finanzierung, wir müssen parteiübergreifend zusammenarbeiten. Das ist mein höchstes Ziel.“ Etwa beim Bauausschuss „muss nicht der Bürgermeister Vorsitzender sein und das letzte Wort haben“, sagte Huber.

Der CSU-Bürgermeister habe sich immer offen präsentiert, aber seine Parteilinie durchgedrückt. Das wolle er als Rathauschef nicht tun, auch wenn die Rahmenbedingungen von der großen Politik gesteckt würden. „Man muss Zeichen setzen und überparteilich zusammenarbeiten. Sollte ich gewählt werden, dann bin ich kein AfD-Bürgermeister, sondern ein Bürgermeister für alle Bürger.“

Birgit Lang

Die Liste:

1. Martin Huber (59, Angestellter, Hubenstein), 2. Peter Attenhauser (59, Landwirtschaftsmeister, Reichvils), 3. Harald Vollmer (60, Geschäftsführer, Granting), 4. Josef Mutzlitz (60, DV-Kaufmann, Moos), 5. Wilhelm Gamper (53, Pharmawerker), 6. Anton Kronseder (22, Mechatroniker, Student der Ökologischen Landwirtschaft, Wambach), 7. Hermann Bauer, (72, Erster Polizeihauptkommissar i.R.), 8. Manfred Vilgertshofer (48, Angestellter, Moosen), 9. Mike Rother (51, Mitarbeiter Geld- und Werttransport), 10. Rudolf Hamburger (59, Heizungsbauer, Solching), 11. Michael Machart (36, Mechatroniker, Geislbach), 12. Andreas Losert (32, Polsterer); 13. Fritz Eibl (60, Angestellter), 14. Siegfried Kazmarek (64, Rentner), 15. Manuela Huber (51, Verkäuferin), 16. Matthias Huber (28, Koch-Meister), 17. Manuela Holzbauer (59, Hausfrau), 18. Matthias Netbayto (28, Feinblechtechniker), 19. Leonie Burghardt (19, Azubi Krankenschwester, Kienraching), 20. Michael Holzbauer (29, Abwassertechniker, Kienraching), 21. Gerhard Urban (49, Flugzeugabfertiger) sowie die drei Ersatzmitglieder: Karl-Heinz Holzbauer (51, Buskraftfahrer), Alexander Auer (36, Parkettleger-Meister, Moosen) und Peter Schorr (59, Busfahrer). Die drei Erstplatzierten stehen jeweils doppelt auf der Liste Wohnort Taufkirchen, wenn nicht anders genannt).

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