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Spontan: Willy Astor macht auch vor Witzen mit dem Taufkirchener-Publikum nicht Halt.

Kulturhaus

Nach lahmem Start in Hochform

Willy Astor gab dem Kulturhaus in Taufkirchen kurz die Ehre. Der Wortakrobat brauchte ein bisschen, um sich zu aklimatisieren.

Taufkirchen – In Salven erschallte das Gelächter der Zuschauer beim Auftritt von Willy Astor im Kulturhaus Taufkirchen. Dicht getaktet feuerte der Wortakrobat seine Pointen im bis ins letzte Eck gefüllten Veranstaltungssaal, der immer noch mit neuen dekorativen Elementen verschönert wird, ab. Dabei ist ein Großteil des Programms „Reim Time“ schon einige Jahre alt, vielleicht lag es an dieser Routine, dass Astor im ersten Set lustlos wirkte.

Im zweiten Teil das Abends hatte dann auch er sichtlich Spaß und lieferte mit der „Promi-WG“ einen von Wortwitz strotzenden Höhepunkt. In der Fantasie-Wohngemeinschaft schaut er beispielsweise mit der Cameron Dias (Diaz), die Pizzabestellung bei Jan Josef lautete: Liefers! Frech ging Astor mit Mikrofon in die vorderen Zuschauerreihen, zur „Landbevölkerung, die aussieht, als wäre sie schon länger nicht mehr ausgegangen“. Verschont blieb weder der Kleidungsstil mancher Fans, noch deren Berufswahl.

Auch sonst bewies der Kabarettist Spontanität. So schlug er ein Nacktbad mit dem Publikum im angrenzenden Freibad vor und amüsierte sich über den Namen „Waldbad“. „Nur weil a paar Fichten umanandstehn heißt des gleich Waldbad?“ Zum Eintrittspreis meinte er: „Da darf man dann aber schon ins Wasser?“

Bunt und abwechslungsreich war dann die Zugabe. In Vorfreude auf die drei Kubanerinnen, die im Pool im Backstageraum auf ihn warten würden, sang Astor den Kaulquappensocken-Salsa („Ich war überrascht, als ich hier herein kam und diesen Saal-sah“) zur Melodie von „Guantanamera“.

Das Waldbad schien ihn nicht loszulassen, denn Astor fantasierte dann über einen Elefanten mit Zehnerkarte, Handtuch und Sangria-Eimer, der am Drehkreuz scheitert. Dass er mehr als Akkordbegleitung auf seinem Instrument spielen kann, bewies er dann zunächst an Anton Karas’ „Der dritte Mann“-Filmmelodie und schließlich mit der eigenen Komposition „Nautilus“.

Weiterer Termin

im Kulturhaus ist der Auftritt der STS-Coverband „Auf a Wort“ am heutigen Freitag, um 20 Uhr.

Von Fabian Holzner

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