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Kandidat aus Taufkirchen verpasst den Einzug

AfD-Mann Martin Huber nicht im Landtag

  • VonTimo Aichele
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Am Ende haben etwa 2000 Stimmen gefehlt: Der Taufkirchener AfD-Kandidat Martin Huber hat es nicht in den Landtag geschafft.

Taufkirchen - Von der AfD sind sechs Abgeordnete aus Oberbayern ins Maximilianeum eingezogen. Dazu hätte Martin Huber aus Taufkirchen seinen Listenplatz halten müssen, doch 13 054 Stimmen waren im Regierungsbezirk lediglich das neuntbeste AfD-Ergebnis. 

Dabei konnte Huber noch bis Dienstagabend  hoffen. So lange dauerte es, bis endlich in der Landeshauptstadt ausgezählt war. Diese fehlenden Stimmen brachten Klarheit. 

Bis am frühen Nachmittag hatte der Taufkirchener dem Zwischenergebnis nach auf dem sechsten Platz in Oberbayern gelegen. Wenn er ab und zu auf die Homepage der Landeswahlleitung geklickt hat, dürfte das für den 58-Jährigen ziemlich nervenaufreibend gewesen sein.

Ähnlich könnte es der Dorfener Grünen-Kandidatin Ursula Frank-Mayer gegangen sein. Ohne die Münchner Stimmen konnte sie  zumindest den halben Tag lang von einem Sitz in der Grünen-Fraktion träumen.  Doch auch hier wirbelten die Münchner Ergebnisse alles durcheinander. 14.806 Stimmen bedeuten für sie den 23. Platz in der oberbayerischen Grünen-Liste. Auf Rang 17 und rund 4500 Stimmen mehr wäre sie in den Landtag eingezogen.

Der Erdinger CSU-Zweitstimmenkandidat Thomas Schreder hatte keine Chance. Die Gewinner von schwarzen Direktmandaten  belegen alle Sitze seiner Fraktion. 

Im Nachbarlandkreis Ebersberg kann Doris Rauscher dagegen feiern. Die SPD-Landtagsabgeordnete holte mit 18.710 Stimmen das drittbeste SPD-Ergebnis in Oberbayern (direkt nach dem Spitzenduo Kohnen/Rinderspacher) und sicherte sich so den Wiedereinzug ins bayerische Parlament.

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