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Aktiv für die Senioren: Der amtierende Vorstand des Seniorenbeirats mit (v. l.) Gottfried Traber (Schriftführer), Helga Mühlenb eck (stellvertretende Vorsitzende), Heinz Schreiner (Vorsitzender) sowie den Beisitzern Marie Ebenbeck, Nadiya Hutter, Heinz Pentek, Brigitte Bartl und Uli Huber.

Seniorenbeirat Taufkirchen

Lobby für ältere Menschen

Der Taufkirchener Seniorenbeirat kann sein 20-jähriges Bestehen feiern. An diesem Freitag findet dazu im Bürgersaal ein Festakt statt. „Der Seniorenrat hat sich von Anfang an als Lobby für ältere Menschen verstanden“, sagt Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Wichtig war es den Gründungsvätern, dass sie überparteilich, überkonfessionell und verbandsunabhängig sind und von den Bürgern ab 60 Jahren direkt gewählt werden. Als das Gremium am 21. August 1997 ins Leben gerufen wurde, nannte man es noch „Ältestenrat“. Weil dieser Name aber nicht gefiel, wurde er in Seniorenbeirat umgetauft. Der achtköpfige Beirat wurde damals von Franz Haberl geleitet.

Mit dabei bei den „Gründungsvätern“ waren sein Stellvertreter Heinz Lang, Schriftführer Max Leythäuser und die Beisitzer Elisabeth Heydemann, Theresia Zieringer (sie ist bis heute dabei, also das dienstälteste Mitglied und wurde dafür schon mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet), Lorenz Aigner, Johann Bachmaier und Johann Voichtleitner.

Damals war das Thema demografischer Wandel noch nicht in aller Munde, erzählt Hofstetter, aber die Entscheidung, ein solches Gremium einzurichten, war zukunftsweisend. Heute hat der Beirat Vorbildfunktion für andere Orte und Einrichtungen. In den vergangenen 20 Jahren haben die Seniorenbeiräte vieles auf den Weg gebracht und mitgeholfen, das Leben der älteren Menschen einfacher, besser und schöner zu machen. Regelmäßig nahmen die Beiräte an den Foren und Gremien der Vilsgemeinde teil, die für eine aktive Bürgerbeteiligung eingerichtet wurden, um kommunale Entwicklungen mitzugestalten. Auch Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen werden besucht, um neue Ideen und Projekte für die Seniorenarbeit vielleicht auch nach Taufkirchen zu transportieren.

„War der Seniorenbeirat zuerst nur auf die Senioren fokussiert, sind wir heute darauf bedacht, generationsübergreifend zu agieren“, betont der derzeitige Vorsitzende Heinz Schreiner. Deshalb werde auch eng mit Schulen und dem Mehrgenerationenhaus zusammengearbeitet. Dieser rege Austausch aller gesellschaftlichen Gruppen hat zu einem besseren Verständnis und intensiveren Miteinander der Generationen geführt.

Der Seniorenbeirat ist im Columbus Achter vertreten, aus dem er 1997 hervorging, beim Arbeitskreis 50 plus und dem Forum Inklusion, und er pflegt eine gute Verbindung mit dem Sozialkreis, der Bücherei, der Ortsverkehrswacht, dem Gewerbeverein und dem TSV Taufkirchen. Seit 2013 ist der Seniorenbeirat Mitglied der LandesSeniorenVertretung Bayern und Schreiner dessen stellvertretender Sprecher des Bezirks Oberbayern. Die Taufkirchener Senioren beteiligen sich auch am Ausbau eines Netzwerkes zu Behörden und Organisationen, etwa in den Bereichen seniorengerechtes Wohnen oder Bewegung und Ernährung im Alter.

Am meisten tritt der Beirat aber mit seinen Treffen im 14-tägigen Rhythmus im Mehrgenerationenhaus in Erscheinung. Hier wird bei Kaffee und Kuchen gespielt, Sport getrieben, gefeiert und sich über wichtige Dinge informiert. Der Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Seniorenbeirates im Bürgersaal beginnt um 10.30 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück. Dazu heißt es „Senioren musizieren für Senioren“.

Gegen 12 Uhr beginnt der Festakt mit Reden von Bürgermeister Franz Hofstetter und verschiedenen Funktionären. Unter den Ehrengästen sind auch Franz Wölfl, der Vorsitzende der LandesSeniorenVertretung Bayern, Heinz Schreiner und Landrat Martin Bayerstorfer. Peter Keilhacker wird als Vorsitzender der Stiftung Kommunitas schließlich den Innovationspreis verleihen.

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