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Mehr Platz für Discounter und Drogerie

Mit Lidl und Müller wollen in Taufkirchen ein Discounter und ein Drogeriemarkt erweitern. Für den Bauausschuss des Gemeinderates durchaus begrüßenswert.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Vor zehn Jahren wurden Lidl und der Müller in Taufkirchen von Architekt Fritz Gerstl vom Architekturbüro Mitschelen & Gerstl in Passau für den Unternehmer Manfred Singer geplant. Jetzt kam Gerstl wieder nach Taufkirchen, um im Grundstücks- und Bauausschuss des Gemeinderates die Sachlage für die geplante Erweiterung der beiden Märkte zu erörtern. Im Einzelhandel und bei Lebensmitteln habe sich einiges getan, meinte er. Das Sortiment sei größer geworden, die Regale würden weiter Richtung Boden reichen und die Gänge breiter werden. „Deshalb brauchen diese Märkte mehr Verkaufsfläche.“

Vor zehn Jahren sei man noch mit 800 Quadratmetern ausgekommen. „Zwischenzeitlich haben sich die Begehrlichkeiten geändert.“ Für die beiden geplanten Erweiterungen in Richtung Westen zur Siedlung Am Schillerhof müsse der Bebauungsplan geändert werden.

Dazu soll das bestehende Gewerbegebiet in ein Sondergebiet 1 für den Lebensmitteldiscounter, der auf 1200 Quadratmetern vergrößert werden soll, und in ein Sondergebiet 2 für den Drogeriemarkt umgewandelt werden, der auf 1450 Quadratmeter wachsen soll. Damit könnten die Sortimentverbreitert und die Märkte modernisiert werden. Die Tankstelle und der Getränkemarkt im Taufkirchener Einkaufszentrum (TEZ) seien bei dem Umgriff herausgelassen worden. Diese könnten im Gewerbegebiet GE-Bereich bleiben.

Auch die Frage des Lärmschutzes musste geklärt werden, weil es hier „Empfindlichkeiten“ gebe, informierte Gerstl weiter. Ein Lärmschutz-Gutachten des Ingenieurbüros Steger & Partner liege vor. In einem separaten Gutachten wurden zudem besondere Zonierungen, sprich Kontingente festgesetzt, was wo stattfinden dürfe, damit die Belästigungen zulässig seien. Laut Gutachten müsse eine drei Meter hohe Lärmschutzwand erstellt werden. Bei der Höhe werde man sich auf den fertigen Fußboden von Lidl beziehen. Zudem sei ein Mindestabstand zur Grundstücksgrenze von mindestens drei Meter erforderlich. Gerstl hielt dies für eine angemessene Lösung.

Auch die Entwässerung müsse fortgeschrieben werden. Denn das Oberflächenwasser könne nicht über den Boden versickern. Es müsse gedrosselt in den kommunalen Kanal eingeleitet werden. Die zusätzlich befestigte Fläche müsse entwässert werden. Hier wolle man weiter mit einer gepufferten Einleitung agieren. Da sich nur die Verkaufsfläche, nicht aber die Anzahl der Mitarbeiter oder die Größe der Küche ändere, bleibe das Schmutzwasser gleich.

Sachbearbeiter Herbert Mayerthaler fügte an, dass es verfahrenstechnisch eine vereinfachte Innenentwicklung geben soll. Somit seien für den Streifen im Innenbereich kein Brandschutzplan und kein Umweltbericht nötig, wenn das Landratsamt und die Regierung sich damit einverstanden erklären. Die Zufahrt soll weiterhin über die B 15 sowie die Jadwigastraße im Süden, die Ausfahrt nur über die Jadwigastraße erfolgen.

Bürgermeister Franz Hofstetter betonte abschließend, dass diese Unternehmen für die Grundversorgung des Ortes sehr wichtig seien. Das sahen die Räte genauso und stimmten geschlossen zu.

Rubriklistenbild: © dpa / A3602 Frank Rumpenhorst

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